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Durchführung der Simulation

Um die Simulation zu starten, wird das functional der Simulation im Read-Modus geöffnet und der Simulator aufgerufen.
Menu>     Tools -> Verilog XL
Es erscheint ein Fenster `Setup Environment', ändern Sie dort nach Bedarf das Run Directory. Simulationen, die nach erheblichen Schaltungsänderungen im selben Run Directory durchgeführt werden, zeigen manchmal nicht nachvollziehbares Verhalten. Nach Drücken des OK-Knopfes erscheint das Fenster `Verilog XL Integration Control'. Nehmen Sie dort folgende Einstellungen vor:
Menu>     Setup -> Netlist
Button>   Netlisting Mode -> Entire Design
Form>     Netlist These Views -> functional vor schematic
Button>   OK
Die Reihenfolge der Views in der Liste ist wichtig. Haben Sie z.B. gleichzeitig ein schematic und ein functional, so wird der zuerst aufgeführte View für die Netzliste benutzt. Die weiteren Optionen können so belassen werden. Ändern Sie anschließend die Aufzeichnung der Signale:
Menu>    Setup -> Record Signals
Button>  Save -> Off
Die Signale werden bereits durch das Simulationsmodul gespeichert.

Danach kann mit der Simulation begonnen werden. Auf Grund des Simulations-Cellviews ersparen Sie sich die komplizierte Arbeit mit dem Stimulus-Menü.

Die Befehle des Simulationsmenüs sind auch auf der Knopfleiste vorhanden. Sie starten die Simulation mit

Menu>     Simulation -> Start Interactive
Falls Sie mehrfach nacheinander eine Simulation durchführen, werden Sie gefragt, ob Sie eine neue Netzliste erzeugen wollen. Wenn Sie Schaltungsänderungen vorgenommen haben (Sie brauchen dabei den Simulator nicht beenden), muß eine neue Netzliste erzeugt werden.

Wenn keine Fehler auftreten, hält die Simulation am Anfang mit dem Verilog-Prompt an (Dies kann bei Bedarf im Simulations-Setup abgeschaltet werden). Fahren Sie fort mit:

Menu>     Simulation -> Continue
Die Simulation sollte dann bis zum Ende durchlaufen. Anschließend starten Sie den Simwave-Viewer:
Menu>     Debug -> Utilities -> View Waveform
Dort müssen Sie zunächst das VCD laden.
Menu>     File -> Database -> Load
Wechseln Sie in der Liste der Verzeichnisse in Ihr Run-Directory (Doppelklick), und wählen Sie dann aus den Dateien das erzeugte VCD aus. Stellen Sie das Format auf VCD:
Button>   Format -> vcd
Beenden Sie mit OK. Falls Sie einen `Reader error: Empty input file' erhalten, ist das Format falsch eingestellt. Als nächstes müssen Sie die zu zeigenden Signale auswählen.
Menu>    Tools -> Browser
Klicken Sie sich dann durch die Instanzen, bis Sie in der richtigen ankommen (test.top ist Standard). Sie können zurückgehen, indem Sie auf einen der Balken im oberen Fenster klicken, welches den aktuellen `scope' anzeigt.

Wählen Sie anschließend die Signale aus. Mit Shift-Klick können Sie Bereiche anwählen, mit CTRL-Klick nacheinander mehrere Signale. Drücken Sie dann auf den Knopf mit dem kleinen Impulsdiagramm (der Lastwagen ist zum Zusammensetzen von Leitungen zu Gruppen), fahren Sie in der angegebenen Weise fort, bis Sie alle Signale zusammenhaben, und drücken Sie anschließend Close.

Die Vergrösserung der Ansicht ändern Sie mit

Menu>  View -> Zoom In / Zoom Out / Zoom C1-C2 / Zoom Fit
Den einen Cursor versetzen Sie mit der linken Maustaste, den anderen mit der mittleren. Die Zoom-Funktionen haben sowohl Knöpfe als auch Tastaturbelegungen.

Falls Sie mehrere Simulationen durchführen wollen, ohne das SimWave-Fenster zu schliessen, müssen Sie die Datenbasis zwischendurch schließen und anschließend neu laden. Eine Simulation mit Breakpoints, bei denen ein Update im SimWave-Fenster erfolgen soll, verlangt die Verwendung des $dumpflush-Befehls vor dem Breakpoint.

Beenden Sie SimWaves und Verilog mit File/Exit bzw. File/Quit. Das Löschen von Run-Directories bereitet oftmals Probleme, da das Betriebssystem bestimmte temporäre Files nicht löschen mag. Ein vollständiges Löschen ist aber von SunOS aus möglich.


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Thilo Thiessenhusen
16. 4. 1999