Home ]

Floppyumbau - Zum Zweiten

von Enrico Grämer

Wer sich den ersten Artikel in der letzten KC-News zum Thema Floppycontroller bereits durchgelesen hat, wird sich nun freuen, dass es auch noch einfacher, billiger und sicherer geht.

Dazu entfällt die PLL, einschließlich deren Ansteuerung. Stattdessen habe ich eine einfache TTL-Schaltung eingebaut, die ich dem Plan des Floppycontrollers vom KCcompact entnommen habe. Ohne PLL gibt es nun keinen Ärger mehr durch Temperatur- oder Spannungsschwankungen. Dadurch gibt es auch keine Probleme mit 48-TPI-Disketten, auch HD-Disketten (1,76 MB) konnte ich erfolgreich testen. Leider geht letzteres nur mit dem Laufwerk FZ357A von Chinon. Dieses stammt vom Amiga, und schaltet beim HD-Format automatisch auf die halbe Umdrehungszahl um. Da es nicht mehr hergestellt wird, ist es kaum noch zu bekommen. Vesalia (www.vesalia.de), einer der letzten Amiga-Händler, bietet es für 65 EUR an, ansonsten kann man es auch zeitweise bei E-Bay ersteigern.

Bestimmte TEAC-Laufwerke lassen sich für den Betrieb am KC umbauen. Da diese aber etwas ungenauer als das Chinon-Laufwerk sind, gibt es bei HD-Disketten (halbe Umdrehungszahl des Diskettenmotors) Schreib-/Lesefehler. Das ließe sich mit dem richtigen Datenseperator-IC (PLL) kompensieren. Der FDC 9229 wäre dafür das passende, leider fehlt mir dazu das Datenblatt. Kann mir das jemand besorgen?

Zurück zur Schaltung: Die auf dem Plan mit FDC ... bezeichneten Anschlüsse, werden mit den entsprechenden Pins des Floppycontrollers verbunden. Die vom Controller wegführenden Leiterbahnen werden durchtrennt. Die PLL muss weder ausgebaut, noch an deren Schaltung etwas geändert werden (siehe 1. Artikel). Da es nur 3 ICs sind, kann man sich die Schaltung anstatt auf die gezeigte Leiterplatte auch problemlos auf eine Lochrasterplatine mittels "Bastler-Drahtverhau" aufbauen.


Floppy

Bild 1: Experiementeller Aufbau der Ersatz-PLL