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Generic IDE-Interface

von Tilmann Reh
(Texterfassung und -ergänzung: Jörg Linder)

Viele User von CP/M-Systemen wünschen sich (fast) nichts sehnlicher als eine Festplatte. Leider muß man das eigene System sehr gut kennen, um einen derartigen Anschluß herzustellen. Uwe Felgentreu nutzt für seine Lösung einige sehr spezielle Eigenschaften des KCs aus. Das macht sie allerdings inkompatibel zu anderen Systemen.

Tilmann suchte nach einer Lösung, die für (nahezu) jeden CP/M-Rechner nachvollziehbar ist. Er hat sie gefunden und in Form des GIDE verwirklicht. Ein paar Prototypen laufen bereits erfolgreich. Einer Mini-Serienproduktion stand bisher nur das fehlende Interesse im Wege. Doch inzwischen haben genügend Leute Ihr Interesse bekundet, so daß demnächst die Leiterplatten gefertigt werden.

Das Interface ist auf einer ca. 60 x 75 mm großen Platine, die direkt in den Z80-Sockel gesteckt wird und ihrerseits den Prozessor trägt. Falls dies nicht machbar ist, kann die Verbindung zum originalen Z80-Sockel auch per (möglichst kurzem!) Flachbandkabel realisiert werden. Nach der jüngsten Design-Änderung kann optional noch eine Echtzeituhr (RTC) auf der Platine untergebracht werden (Batteriepufferung optional, extern).

Besorgte Leser werden sich jetzt fragen: "Welcher CPU-Sockel? Im D004 ist kein Sockel für die U880!" Da ein Z80-Prozessor heutzutage nur noch ein Pfennig-Artikel ist, kann man ja die Pins abschneiden und darauf einen Sockel löten. Das ist auf alle Fälle günstiger als eine Platine, die der mangelnden Löterfahrung zum Opfer fällt!

Versorgt wird das Interface über den CPU-Sockel (ca. 100 mA). Es belegt 11 I/O-Adressen (die Basisadresse ist in 16er Schritten mit 4 Jumpern einstellbar), und dürfte bis 6 MHz problemlos laufen (vielleicht auch darüber). Unsere D004-Basis ist mit 4 MHz getaktet und bereitet dem GIDE also keine Probleme.

Die Einbindung ins System geschieht optimal durch eine entsprechende BIOS-Änderung, wie z.B. bei der CPU280. Bei Systemen, für die diese Möglichkeit (mangels Quellcode) nicht besteht, soll ein residenter Treiber geschrieben werden, der sich selbst reloziert und in die BIOS-Sprungleiste einklinkt (was ohne größeren Aufwand nur unter CP/M 2.2 gehen wird). Weitere Vorschläge und Angebote zur Unterstützung werden jederzeit gerne angenommen.

Da in Kürze der Quelltext des MicroDOS vorliegen wird, stellt die Einbindung in das BIOS kaum noch eine Hürde dar. Von Tilmann werden alle (gut dokumentierten) Quelltexte geliefert, so daß dann nur noch unsere Software-Spezialisten gefordert sind.

Sicherlich auch interessant sind die Kosten für das Ding. Nach der aktuellen Kalkulation (50 Platinen) muß ich folgendes berechnen:

Leerplatine 29 DM
Leerplatine mit GAL's 43 DM
Komplettbausatz ohne RTC 69 DM
Komplettbausatz mit RTC 84 DM
Fertiggerät ohne RTC 84 DM
Fertiggerät mit RTC 99 DM

Anmerkung: RTC = engl.: Real Time Clock = Echtzeituhr
(Bei Bausatz und Fertiggerät sind dabei alle IC's mit gedrehten Präzisionssockeln versehen.)

Wer Interesse an dem GIDE-Interface hat, meldet sich bitte bei mir (Jörg Linder)! Sobald eine Anpassung für das KC-System vorliegt und entsprechende Tests abgeschlossen sind, wird auf alle Fälle hier in den KC-News davon zu lesen sein!

Kontakt: Jörg Linder, Red.Nil@t-online.de