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Zur Verwendung von Dateitypen

von Mario Leubner

Die folgende Übersicht soll (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) einen Überblick über die beim KC unter CAOS und MicroDOS verwendeten Dateitypen geben. Allein bei der Auflistung aller Dateitypen der verwendeten Programme kommt eine beachtliche Menge dieser 3-Zeichen-Kürzel zusammen.

Viele Programme setzen bestimmte Dateitypen voraus. Darüberhinaus ist es jedem freigestellt, seinen Dateien eigene Namen und Dateitypen zu geben. Wenn man sich aber an die vorhandenen "Regeln" hält ist die Wahrscheinlichkeit höher, daß man sich später auf seinen Disketten noch zurechtfindet.

Weitere neue Dateitypen entstehen, wenn Dateien komprimiert werden. Beim CRUNCHen wird das mittlere Zeichen durch ein 'Z', beim SQUEEZen durch ein 'Q' und beim LZH-Codieren durch ein 'Y' ersetzt.

Nicht enthalten in der Liste sind Dateitypen, die bisher ausschließlich im Z-System verwendet wurden. Die Liste ist bereits ohne diese so lang geworden, daß eine Übersicht schwer fällt. Vielleicht kann jemand in einer gesonderten Aufstellung mal die für das Z-System neu eingeführten Typen zusammenstellen.

Typ / Verwendung

$$$
temporäre Zwischendatei, wird meist nach korrekter Beendigung von Programmen automatisch gelöscht.
 
(F)
kennzeichnet Forth-Quellen von KC-Forth (CAOS)
 
000, 001, ...
besitzt ein Programm meherere Überlagerungsdateien (Overlays), werden diese manchmal mit der laufenden Nummer bezeichnet. Turbo-PASCAL erzeugt diese Overlay-Typen automatisch.
 
ARC
kennzeichnet Archive (MS-DOS)
 
ARK
kennzeichnet Archive (CP/M)
 
ASM
Assemblerquelltext von Edas (CAOS-Datei mit leerem Vorblock) oder eines anderen Assemblerprogramms unter CP/M, wird vorzugsweise für 8080-Mnemoniks verwendet
 
BAK
Backup- oder Sicherheitsdatei, entsteht bei vielen Editoren (z.B. TPKC, WordPro6, Edas) automatisch.
 
BAS
BASIC-Programm der BASIC-Interpreter unter CP/M. Datei kann sowohl in einem internen Format oder als ASCII-Text abgespeichert werden. Teilweise wurden auch CAOS-BASIC-Programme als MC-Abzug mit dem Typ BAS abgespeichert, um einer Verwechslung mit den CP/M-BASIC-Programmen zu vermeiden sollte dafür besser KCB verwendet werden.
 
BAT
Stapelverarbeitungsdatei (Batchdatei), die Bezeichnung wurde wahrscheinlich aus DOS-Systemen importiert. Unter CP/M sollte SUB verwendet werden
 
BRF
spezieller Typ einer Textdatei, ich verwende ihn für meine Post (Briefe)
 
BTP
Bilddatei (Bit Picture) der Programme PCGRAF bzw. dGRAPH
 
C
Quelltext für den C-Compiler
 
CAL
Tabelle für Kalkulationsprogramme SC, KP
 
CAT
Dateiliste von Katalog-Programmen
 
CFG
Konfigurationsdatei für ein Programm
 
CMD
Programmdatei für dBASE (unter CP/M-86 wird dieser Typ auch für ausfühbare Programme verwendet)
 
CMP
Wörterbücher des Rechtschreibprüfungsprogramms WORD+
 
COM
Ausführbares Maschinenprogramm unter CP/M bzw. MicroDOS
 
CRC
Kontrolldatei mit den CRC-Prüfsummen aller Dateien auf einer Diskette, wird vom Programm CRC.COM unterstützt und hilft bei der Suche nach veränderten Dateien. (Dateiname CRCKLIST.CRC)
 
CRF
Cross-Referenzen (kann bei Assemblerlauf entstehen)
 
CRL
relativer (Zwischen-) Code, der beim Übersetzen eines C-Quelltextes entsteht. Um zu einem lauffähigen Programm zu kommen, muß noch ein LINK-Lauf ausgeführt werden.
 
DAT, DTA
Datendatei, wird von verschiedenen Programmen zur Ablage von Informationen benutzt (z.B. die Bestenlisten bei Spielprogrammen)
 
DBD
Datenbankdatei von REDABAS
 
DBF
Datenbankdatei von dBASE
 
DCT
Wörterbücher des Rechtschreibprüfungsprogramms SpellStar
 
DEF
Reportdefinitionen von REDABAS
 
DGF
Diagrammdefinitionsdatei von PCGRAF bzw. dGRAPH
 
DOC, DOK
Programmbeschreibung, Dokumentation. Diese beiden Typen werden gleichwertig benutzt. Da DOC aus dem englischen kommt und DOK aus dem deutschen, habe ich in meinem Programmbestand alle Texte mit deutschen Zeichensatz DOK und die mit USA-Zeichensatz DOC genannt.
 
DSH
Diashow-Datei. Es ist die gesamte Ladeinformation zu einer kompletten Show (Bilder und einstellungen) enthalten.
 
DUM
Speicherabzüge im CAOS- oder CP/M-Format
 
DWG
3D-Zeichnungsdateien von "3D-Grafik"
 
EPR
wird zum Teil für EPROM-Abzüge verwendet. Dateiaufbau hängt vom verwendeten Brennprogramm ab. Für EBRZ12/EBRZ13 unter CAOS ist das normale CAOS-Format mit Vorblock am besten geeignet.
 
EXC
Datei mit ausgeschlossenen Datensätzen für PCGRAF bzw. dGRAPH (Exception)
 
EXE
ausführbares Programm. Die Bezeichnung stammt von MS-DOS, wurde aber auch schon bei CAOS-Programmen gesehen (Boulder.EXE), man sollte doch besser bei KCC bleiben!
 
FMT
Maskendatei von dBASE
 
FRC
Bilddatei des Programms FRACTAL4.KCC, enthält Farb- und Pixelinhalte eines 256*256 Feldes in einem speziellen Format
 
FRM
Reportdefinitionen von dBASE
 
H
Headerfile (Kopfdatei) von C-Quellen. Diese Dateien werden bei der Übersetzung der C-Quellen mit eingebunden (include).
 
HEX
Programm im Intel-HEX-Code. Die Hexcodes sind in einer ASCII-Datei mit Ladeadresse und Prüfsumme abgelegt.
 
HGR
HIRES-Grafikbild von "3D-Grafik"
 
HLP
HELP-Datei, stellt eine normale Textdatei dar. Die Programme HELP.COM bzw. HILFE.COM verwenden solche Dateien.
 
IDX
Indexdatei von REDABAS
 
INC
Include-Datei, enthält Quelltext (Assembler, TurboPASCAL,...) Kann vom Programmierer selbst gewählt werden.
 
IRM
Speicherabzug der Pixelebene des KC-Bildschirmes (8000H bis A000H oder A800H) als CAOS-Datei mit Vorblock, wird von verschiedenen Programmen (z.B. FRAC-MC) verwendet.
 
KCB
KC-BASIC-Programm als MC-Abzug. Anfangsadresse ist immer 300H, d.h. der BASIC-Arbeitsspeicher, Endadresse ist das Ende des BASIC-Programms, als Startadresse ist in diesem Bereich ein kleines Programmstück eingebaut, das den BASIC-Interpreter zuschaltet und das Programm startet. Erzeugt werden KCB-Files mit dem Programm BSAVE, geladen werden sie mit LOAD bzw. FLOAD (.KCB ist dabei mit anzugeben)
 
KCC
ausführbares MC-Programm für dei CAOS-Betriebsart. Der Dateiaufbau ist wie bei den Kassettenaufzeichnungen, beginnt also mit dem Vorblock, der Anfangs-, End- und eventuell die Startadresse enthält
 
KEY
F-Tasten-Datei, ist eine normale CAOS-Datei, die entweder mit FSAVE B900 B99C erzeugt wird oder unter MicroDOS mit den Programmen KEYLOAD.COM, KEYSAVE.COM oder KEYEDIT.COM
 
KOP
Koppeltreiber für MicroDOS, enthält Programmcode für das Grundgerät ab Adresse 0380H bis 03FFH
 
LAY
Bilddatei des Grafikprogrammes LAYOUT.KCC
 
LBR
Bibliotheksdatei, enthält eine Sammlung (meist zusammengehöriger) Dateien, kann mit QL41.COM entpackt werden.
 
LGR
LORES-Grafikbild von "3D-Grafik"
 
LIB
Bibliothek für spezielle Programme
 
LST
Druckertreiber für MicroDOS, enthält Programmcode für das Grundgerät für den Adreßbereich 0200H bis maximal 037FH
 
LZH
Archivdatei, ähnlich PMA (eigentlich von MS-DOS)
 
MAC
Assembler-Quellprogramm für Macro-Assembler, enthält meist Z80-Code, kann aber auch 8080-Code enthalten
 
MEM
Variablendatei von dBASE
 
MSG
Datei mit Meldungen für ein Programm
 
MSK
Maskendatei von REDABAS
 
NDX
Indexdatei von dBASE
 
OBJ
Objektcode (Quellcode) in Assemblersprache (?)
 
OVL, OVR
Überlagerungsdatei (Overlay), wird teilweise auch mit OV1, OV2, usw. bezeichnet, wenn mehrere Dateien erforderlich sind
 
PAS
TurboPASCAS-Quellcode (normales ASCII-Format) oder Quellcode der KC-PASCAL-Compiler, dann CAOS-Dateiaufbau mit Vorblock
 
PCX
Bilddatei im PCX-Format
 
PIC
KC85/3-Bild (kann Pixel oder Pixel + Farben enthalten)
 
PIP
KC85/4-Bild (Pixel, komprimiert oder unkomprimiert)
 
PIF
KC85/4-Bild (Farben, komprimiert oder unkomprimiert)
 
PMA
Archivdatei des Archiv-Packprogramms PMAUTOAE.COM
 
PRG
REDABAS-Programmdatei, teilweise auch für andere Anwendungen
 
PRN
Druckdatei, entsteht bei Assembler- oder Compilerläufen und enthält neben den Quelltext noch den Programmcode
 
PTB
Zeichentabelle für CAOS, MC-Datei von BE00H bis C000H
 
RAZ
Reassemblerquelltext von RAZ80.COM
 
REL
relativer Code, entsteht z.B. beim Assemblieren, mit LINK.COM kann daraus ein ausführbares Programm erzeugt werden.
 
SCR
KC-Pixelspeicherabzug (Screen) unkomprimiert, mit Vorblock, der jedoch keine gültigen Adressen enthält.
 
SET
Zusammenstellung von 15 Zeichensätzen für EDIPIC/UNIPIC, CAOS-Datei mit Vorblock, AADR = 0200H, EADR = 2000H
 
SPR
verschiebliches ausführbares Programm. MicroDOS sucht als erstes nach einem COM-File dann nach einem SPR-File. Der Unterschied besteht darin, daß COM-Files an den TPA-Anfang 100H und SPR-Files an das TPA-Ende geladen werden. Bisher ist mir jedoch keine Datei bekannt, die den Dateityp SPR besitzt. (Ergänzung von Jörg Linder: SPR steht für System Page Relocatible und wurde mit CP/M 3 eingeführt. Dort werden solche Dateien aber für die Erstellung eines Systems benötigt.)
 
SSS
Programmdatei von KC-BASIC, wird auch von HCBASIC.COM benutzt
 
SUB
Stapelverarbeitungsdatei, diese Dateien enthalten eine Folge von Kommandos, die wie Tastatureingaben ablaufen können indem das Input-Kommando von MicroDOS '<' verwendet wird. Ein besonderer Vertreter ist die INITIAL.SUB-Datei, die nach einem Systemstart automatisch abgearbeitet wird.
 
SYM
Symboltabelle (z.B. von Linker erzeugt, von Debugger benutzt)
 
SYS
Datei mit Speicherabzug von Betriebssystemen
 
TMP
temporäre Zwischendateien
 
TTT
Datendatei (Feldinhalt) von KC-BASIC, erzeugt durch CSAVE*
 
TXP
Textdatei im Format von TEXTPRO.KCC (?)
 
TXT
Textdatei, allgemein
 
TXW
Textdatei des Textprogrammes WordPro. Es existieren unterschiedliche Formate von Aufbau und Zeichensatz:
WordPro'86 - CAOS-Datei mit Vorblock, direkter Speicherabzug, ASCII-Zeichensatz und Druckersteuerzeichen
WordPro'89 - Textformat mit CR,LF ASCII-Zeichensatz mit Druckersteuerzeichen und ausgewählten Grafikzeichen
WordPro5 - wie WordPro'89, weitere Grafikzeichen
WordPro6 - Textformat mit CR,LF, IBM-Zeichensatz
WordPro9 - wie WordPro'86, weitere Druckersteuerzeichen
 
UUU
Listdatei von KC-BASIC, erzeugt durch die Kommandos LIST#1 oder OPENO#1 - PRINT#1 - CLOSEO#1
 
VAR
Variablendatei von REDABAS
 
WRK
Hilf- bzw. Arbeitsdateien (Work) versch. Programme
 
WS
Textdateien mit Steuerzeichen von WordStar werden häufig mit diesem Typ gekennzeichnet, um sie von reinen ASCII-Texten unterscheiden zu können
 
ZAS
Terminaltreiber für MicroDOS, enthält Programmcode für das Grundgerät für den Adreßbereich 0400H bis maximal 1BFFH
 
Z80
Assembler-Quelltexte, die Z80-Code enthalten