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4. Transiente Kommandos

Ein  transientes Kommando ist auf der Diskette als Datei mit  dem
Typ COM oder SPR enthalten. Es wird vom aktuellen Laufwerk in den
Anwenderspeicher durch Eingabe des Dateinamens geladen. Liegt die
Diskette im Systemlaufwerk und trägt die Datei das Attribut  SYS,
so  kann dieses transiente Kommando von jedem beliebigen Laufwerk
aus aufgerufen werden. Ist das Attribut SYS nicht gegeben und die
Diskette liegt nicht im aktuellen Laufwerk, so ist das Kommando

    d:NAME

einzugeben.  Mit dieser Eingabe wird das aktuelle Laufwerk  nicht
verändert.

4.1. Das Kommando FORMAT

Das  Kommando FORMAT dient der Formatierung von neuen  Disketten.
Im Betriebssystem MicroDOS werden standardmäßig die Formate

    5 Sektoren a 1024 Byte pro Spur für Minidisketten

verwendet. Zusätzlich werden noch die Formate

    9 Sektoren a 512 Byte pro Spur und
   16 Sektoren a 256 Byte pro Spur für Minidisketten

unterstützt.  Die  Formatierung  in diesen Formaten kann mit  dem
Kommando FORMAT erfolgen.

Nach  Aufruf  des  Kommandos wird zuerst  das  logische  Laufwerk
abgefragt,  auf  welchem formatiert werden soll.  Danach wird die
Liste der möglichen Formate ausgegeben. Jetzt erfolgt die Eingabe
des  gewünschten Formates.  Es wird noch einmal gefragt,  ob  die
Eingaben richtig erfolgten. Wird diese Frage mit <J> beantwortet,
so  beginnt der Formatiervorgang,  welcher durch die  mitlaufende
Spurnummer verfolgt werden kann. Nach Beendigung des Formatierens
wird eine Vollzugsmeldung gegeben. Die Ausschrift

    Formatieren beendet!      Wiederholung ( J/N ) ?

weist  auf  das korrekte Formatieren der Diskette  hin.  Mit  der
Meldung

    Defekte Spuren!

wird eine Beschädigung der Diskette angezeigt. Weitere Fehlermel-
dungen sind:

    Laufwerk nicht bereit!

    Spur 0 nicht gefunden!

    Diskette geschützt!

Beantwortet man die gestellte Frage mit <J>,  kann der Formatier-
vorgang wiederholt werden,  wobei die voreingestellten  Parameter
mit <ENTER> bestätigt oder verändert werden können.

Wird die Frage nach Wiederholung mit <N> beantwortet, erfolgt ein
Rücksprung in das System.

Achtung!

Wird  das  Kommando FORMAT im KC-Floppy-System nach Anlage 1  von
der  D004-Diskette  aufgerufen,  muß diese Diskette  sofort  nach
Aufruf  des Kommandos gegen die zu formatierende Diskette  ausge-
tauscht  werden.  Ist der Formatierungsvorgang nach  Beantwortung
oben  genannter Fragen gestartet,  ohne daß  der  Diskettentausch
stattgefunden hat, wird der Inhalt der D004-Diskette gelöscht.

Aus    Sicherheitsgründen   ist   es daher  ratsam, das  Programm
FORMAT.COM  zunächst auf Laufwerk A zu kopieren und von dort  die
Formatierung einer neuen Diskette im Laufwerk B zu veranlassen.

Zum  Kopieren dient das Kommando PIP,  das im Abschnitt 4.6.  be-
schrieben ist.

4.2. Das Kommando MSYSG

Das  Kommando  MSYSG  dient der MicroDOS  Systeminstallation  und
-generierung.    Das  Generieren  eines  nach  den  Wünschen  des
Anwenders  installierten Betriebssystems MicroDOS kann  wahlweise
an zwei verschiedenen Stellen erfolgen:

-  in den Spuren 0 und 1 einer Systemdiskette oder
-  im RAM-Bereich des FLOPPY DISK BASIS.

Im ersten Fall wird das aktuelle,  im RAM-Bereich des FLOPPY DISK
BASIS    befindliche   Betriebssystem   nicht   verändert.    Das
installierte  MicroDOS wird nur in die Systemspuren der  Diskette
gespielt, die im angegebenen logischen Laufwerk liegt.

Im zweiten Fall wird das installierte MicroDOS das neue  aktuelle
Betriebssystem   im  RAM-Bereich  des  FLOPPY  DISK  BASIS.   Ein
Abspeichern auf Diskette erfolgt hier nicht.

Die  Systeminstallation ermöglicht im BIOS und im  BDOS  folgende
MicroDOS-Veränderungen:

-  Zuordnung  der Diskettenformate zu den physischen  Laufwerken,
   also die Installation der logischen Laufwerke,
-  Festlegung  der Übertragungsbedingungen zur Zeichenausgabe für
   Kanal  1  des  V24-Moduls,   also   die   Installation   eines
   Druckertreibers,
-  Festlegung  der Übertragungsbedingungen zum Zeichensenden  und
   -empfangen für Kanal 2 des V24-Moduls,  also die  Installation
   eines Koppeltreibers.

Das  Betriebssystem MicroDOS ist in dem Programm  enthalten,  das
das  Kommando MSYSG realisiert.  Grundlage der Systeminstallation
bildet    diese   MicroDOS-Version,    die    entsprechend    den
Anfangsbedingungen  nach  Abschnitt  1.3.  installiert  ist.  Die
Eigenschaften  der MicroDOS-Version im Programm MSYSG.COM  können
durch  MSYSG nicht neu generiert werden.  Das bedeutet,  daß nach
jedem  MSYSG-Aufruf  die  Systeminstallation  von  den  genannten
Anfangsbedingungen ausgeht.

4.2.1. MSYSG-Menü
-----------------

Nach  Aufruf  des  Kommandos  MSYSG  (ohne  Parameter)  wird  der
Bildschirm gelöscht und es erscheint das folgende MSYSG-Menü.

******************************************************
*   VEB Mikroelektronik "Wilhelm Pieck" Muehlhausen  *
*     MicroDOS - Installation fuer KC 85             *
*                                                    *
*   Funktionsauswahl:                                *
*   0 - System                                       *
*   1 - Diskettenlaufwerke                           *
*   2 - Druckertreiber                               *
*   3 - Kopplungstreiber                             *
*   4 - Beschreiben der Systemdiskette               *
*   5 - Aktivieren neues System                      *
*                                                    *
******************************************************

Die Auswahl einer Menüfunktion erfolgt durch Eingabe einer Ziffer
zwischen 0 und 5.  Die Eingabe anderer Ziffern,  Buchstaben  oder
Zeichen wird ignoriert.

4.2.2. Systemrücksprung
-----------------------

Gibt  man im MSYSG-Menü die Ziffer 0 ein,  erfolgt ein Rücksprung
ins aktuelle Betriebssystem mit Warmstart desselben, ohne daß die
eventuell    installierte   MicroDOS-Version    aktiviert    oder
abgespeichert wird.

4.2.3. Installieren der logischen Laufwerke
-------------------------------------------

Gibt man im MSYSG-Menü die Ziffer 1 ein,  erreicht man den MSYSG-
Teil  zur Installation der logischen Laufwerke.  Als erstes  wird
die   vom   Programm  MSYSG.COM  voreingestellte  Zuordnung   der
physischen Laufwerke zu den Diskettenparametern sowie der für die
logischen  Laufwerke  eingestellte Offset  angezeigt.  Dies  sind
(vgl. auch Abschnitt 1.8.):

Laufwerk A: RAM-Floppy
Laufwerk Ä0Ü B: MFS 1.6   05*1024*80*2  Offset 2
Laufwerk Ä0Ü C: MFS 1.6   16*0256*80*2  Offset 2
Laufwerk Ä0Ü D: MFS 1.6   05*1024*80*2  Offset 0

Aenderungen (J/N)?

Wird   mit  <N>  geantwortet,   wird  dieser  MSYSG-Teil   wieder
verlassen. Es erfolgt ein Rücksprung ins MSYSG-Menü.

Die  Antwort  <J>  führt  weiter  zur  Laufwerkinstallation.   Es
erscheint  als  erstes die Frage nach der  Anzahl  der  logischen
Laufwerke,  mit der das zu installierende Betriebssystem arbeiten
soll.   Die  Frage  kann  mit  einer  Ziffer  zwischen  2  und  8
beantwortet werden.  Die untere Grenze 2 ist darin begründet, daß
das   KC-Floppy-System   mindestens  mit  den  beiden   logischen
Laufwerken A und B arbeitet.

Die  obere  Grenze ergibt sich aus der Maximalzahl von  logischen
Laufwerken,  die  MicroDOS verwalten kann.  Die Installation  der
Laufwerke  A und B kann nicht verändert werden.  Die  Anzahl  der
installierten  logischen Laufwerke nach oben dargestellter  Liste
ist vier.

Es erscheinen nacheinander die folgenden Fragen:

a)  Welches logische Laufwerk soll eingestellt werden? (C-H)
    Die  Antwort ist in alphabetischer Reihenfolge ein  Buchstabe
    zwischen  C  und  maximal  H,  je  nach  der  Anzahl  der  zu
    installierenden Laufwerke.

b)  Welche physische Einheit soll benutzt werden? (0-3)
    Die  Antwort  ist eine Ziffer zwischen 0 und 3,  je nach  der
    Anzahl der am KC-Floppy-System   angeschlossenen   physischen
    Laufwerke.

c)  Welcher Laufwerktyp wird verwendet?

    1 - MFS 1.2
    2 - MFS 1.4
    3 - MFS 1.6

    Die  Auswahl erfolgt hier über eine Ziffer zwischen 1 und  3,
    je nach Typ des unter b) angesprochenen physischen Laufwerks.
    Die Laufwerktypen bezeichnen Laufwerke,  die in Personal- und
    Bürocomputern  eingesetzt sind.  Das Laufwerk im FLOPPY  DISK
    DRIVE  ist  vom Typ MFS 1.6.  Eine Installationsänderung  für
    dieses Laufwerk erfordert hier die Eingabe der Ziffer 3.

d)  Formatauswahl (Wort erscheint nicht auf dem Bildschirm)
    Nach  der Angabe des Laufwerktyps werden auf  dem  Bildschirm
    alle Diskettenformate angezeigt, die mit dem KC-Floppy-System
    für  das  unter b) ausgewählte und unter c)  charakterisierte
    physische Laufwerk realisiert werden können. Für das Laufwerk
    im FLOPPY DISK DRIVE sind folgende Formate einstellbar:

    1 - 16 *  256 * 40 * 1         5 -  5 * 1024 * 80 * 1
    2 -  5 * 1024 * 40 * 1         6 - 16 *  256 * 80 * 2
    3 -  8 *  512 * 40 * 2         7 -  9 *  512 * 80 * 2
    4 - 16 *  256 * 80 * 1         8 -  5 * 1024 * 80 * 2

    Die Formate der anderen beiden Laufwerktypen sind in Anlage 5
    angegeben. Die  Formatauswahl  erfolgt  durch   Eingabe   der
    entsprechenden  Ziffer,  die  für  die  Formate  der  anderen
    Laufwerktypen  auch in Anlage 5 enthalten ist.  Format 8  ist
    das  Standardformat   des  KC-Floppy-Systems, da  sowohl  die
    Systemdisketten  für  die  PC-Betriebsart   (vgl.   Abschnitt
    2.2.2.)  als  auch die CAOS-Disketten (vgl.  Abschnitt  4.6.)
    dieses Format haben.

e)  Geben Sie die Anzahl der Systemspuren ein:
    Durch  Eingabe  einer Ziffer zwischen 0 und 5 wird  hier  die
    Anzahl  der für das Betriebssystem reservierten  Spuren,  der
    Offset festgelegt.  Das Standardformat des  KC-Floppy-Systems
    besitzt zwei Systemspuren.  Ohne Systemspuren arbeiten z.  B.
    MicroDOS-Versionen,  die  an  Personal- und Bürocomputer  der
    DDR-Produktion angepaßt sind sowie das Betriebssystem CPA.

f)  Wiederholung (J/N)?
    Wird  mit <N> geantwortet,  wird dieser MSYSG-Teil verlassen.
    Es erfolgt ein Rücksprung ins MSYSG-Menü.
    Die  Antwort  <J>  führt wieder zur Frage  a).  Es  kann  das
    nächste logische Laufwerk installiert werden.

Soll nach Abschluß der Installation der logischen Laufwerke   die
durchgeführte  Installation  nochmal  überprüft  werden,  so  muß
MSYSG-Teil 1 erneut aufgerufen werden.

4.2.4. Installieren eines Druckertreibers
-----------------------------------------

Gibt man im MSYSG-Menü die Ziffer 2 ein,  erreicht man den MSYSG-
Teil zur Installation eines Druckertreibers.  Der Druckertreiber,
der  im zu generierenden Betriebssystem installiert werden  soll,
muß auf der Diskette vorhanden sein,  auf die MSYSG zugreift. Die
auf  der  D004-Diskette  mitgelieferten  Druckertreiber  sind  am
Dateityp LST erkennbar.  MSYSG listet nach Aufruf dieser Funktion
alle  Dateien  der  aktuellen Diskette mit dem Typ  LST  auf  dem
Bildschirm aus und stellt zur Auswahl jeder Dateibezeichnung eine
Zahl voran. Bei der D004-Diskette erscheint folgende Auswahl:

     01 = K6304  .LST  02 = K6311  .LST  03 = K6313  .LST
     04 = S3004  .LST  05 = S6005  .LST  06 = S6010  .LST

     Geben Sie die entsprechende Ziffer ein:

Diese   Auswahl  kann  von  einem  Programmierer  durch   weitere
Druckertreiber ergänzt werden.  Die erforderlichen  Informationen
dazu enthält das Handbuch für den Programmierer.

Nach  Eingabe  der  entsprechenden Zahl (führende  Nullen  können
weggelassen  werden)  und  Abschluß  mit  <ENTER>  kann   - falls
erforderlich  - die Übertragungsgeschwindigkeit geändert  werden.
Folgende Eingaben sind möglich:

     0 - keine Aenderung
     1 -  600 Baud
     2 - 1200 Baud
     3 - 2400 Baud
     4 - 4800 Baud
     5 - 9600 Baud

Außer  dem  Treiber  für den K6311 (1200 Baud) sind  alle anderen
Treiber  auf  der  D004-Diskette  auf  9600  Baud  voreingestellt
(siehe auch Anlage 8).

Die  Treiber  für  die  Matrixdrucker  beinhalten  weiterhin  die
Hardcopyfunktion  (siehe  Manual),   die  nach  Installation  des
Druckertreibers über <SHIFT>-<CLR> aufgerufen werden kann.

Der Treiber für die elektronische Schreibmaschine S3004 kann auch
für die elektronische Schreibmaschine S6130 genutzt werden.

Alle  sechs Druckertreiber der D004-Diskette arbeiten mit Kanal 1
des  V24-Moduls  M003.  Der Modulsteckplatz  des  V24-Moduls  ist
beliebig.

Für  alle  genannten  Treiber  gelten  folgende   Übertragungsbe-
dingungen (vgl. Anlage 8):

          Bit pro Zeichen:      8
          Anzahl der Stoppbits: 1
          Paritätsprüfung:      keine
          Protokollart:         DTR

Die erforderlichen Leitungsverbindungen zwischen der Diodenbuchse
des   Kanals   1   des  V24-Moduls  und  dem   V24-Anschluß   des
Druckergerätes sind in Anlage 8 dargestellt.

Ein  in diesem MSYSG-Teil installierter Druckertreiber wird  beim
Generieren des Betriebssystems in die Systemspuren einer Diskette
fest eingeschrieben. Das bedeutet, daß er bei jedem Kaltstart von
dieser Diskette aus in der installierten Weise aktiviert wird.

Wird   kein   Druckertreiber   installiert,   so   erfolgt   beim
Systemstart  - vorausgesetzt  ein V24-Modul  ist  gesteckt  - die
Initialisierung      eines     Druckertreibers     mit      einer
Übertragungsgeschwindigkeit von 1200 Baud ohne Hardcopy-Funktion.

Nach  Einstellung  der  Übertragungsgeschwindigkeit  erfolgt  ein
Rücksprung ins MSYSG-Menü.

4.2.5. Installieren eines Koppeltreibers
----------------------------------------

Gibt man im MSYSG-Menü die Ziffer 3 ein,  erreicht man den MSYSG-
Teil  zur Installation eines Koppeltreibers.  Der  Koppeltreiber,
der  im zu generierenden Betriebssystem installiert werden  soll,
muß  auf  der Diskette vorhanden sein,  auf die  MSYSG  zugreift.
Koppeltreiber  sind am Dateityp KOP erkennbar.  MSYSG listet nach
Aufruf  dieser Funktion alle Dateien der aktuellen  Diskette  mit
dem  Typ KOP auf dem Bildschirm aus und stellt zur Auswahl  jeder
Dateibezeichnung  eine Zahl voran.  Die D004-Diskette enthält nur
einen  Koppeltreiber.  Greift  MSYSG bei der  Installation  eines
Koppeltreibers  auf  die  D004-Diskette  zu,  erscheint  folgende
Auswahl:

          01 = V24H12  .KOP

          Geben Sie die entsprechende Ziffer ein:

Der  Koppeltreiber  der D004-Diskette  ist  zur  Datenübertragung
mittels V24-Modul M003 vorgesehen.  Die Koppeltreiberauswahl kann
von einem Programmierer durch weitere Treiber ergänzt werden. Die
erforderlichen  Informationen  dazu enthält das Handbuch für  den
Programmierer. Die Kopplung  datensendender und datenempfangender
Geräte  mit  dem  KC-Floppy-System ist  nicht  an  den  V24-Modul
gebunden.   Sie   kann  auch  über  andere   Schnittstellenmodule
erfolgen.  Die dafür erforderlichen Treiber können auch in diesem
MSYSG-Teil  installiert werden.  Die D004-Diskette enthält  keine
Koppeltreiber  für  andere Schnittstellenmodule.  Die  Erstellung
anwenderspezifischer  Koppeltreiber  ist  im  Handbuch  für   den
Programmierer dargestellt.

Nach  Eingabe der entsprechenden Zahl (bei der D004-Diskette  der
1)  und  Abschluß  mit <ENTER> kann  - falls  erforderlich  - die
Übertragungsgeschwindigkeit  geändert werden.  Folgende  Eingaben
sind möglich:

          0 - keine Aenderung
          1 - 1200 Baud
          2 - 2400 Baud
          3 -   54 kBaud

Der   Koppeltreiber   der   D004-Diskette  ist  auf   1200   Baud
voreingestellt (vgl. Anlage 8). Die Übertragungsrate von 54 kBaud
ist  nicht  standardisiert.  Sie  kann  auf  Grund  der  gleichen
Taktfrequenzen nur zwischen zwei KC-Systemen angewendet werden.

Der Koppeltreiber der D004-Diskette arbeitet mit Kanal 2 des V24-
Moduls  M003.  Der Modulsteckplatz des V24-Moduls  im  KC-Floppy-
System ist beliebig.  Es gelten die Übertragungsbedingungen (vgl.
Anlage 8)

          Bit pro Zeichen:      8
          Anzahl der Stoppbits: 1
          Paritätsprüfung:      keine
          Protokollart:         DTR

Die erforderlichen Leitungsverbindungen zwischen der Diodenbuchse
des   Kanals   2   des  V24-Moduls  und  dem   V24-Anschluß   des
datensendenden und datenempfangenden Gerätes (z. B. eines anderen
Computers) sind in Anlage 8 dargestellt.  Bei der Kopplung zweier
KC-Floppy-Systeme  über V24-Module kann  als  Übertragungsleitung
ein handelsübliches Stereo-Überspielkabel verwendet werden (siehe
auch Anlage 9).

Der  installierte  Koppeltreiber der D004-Diskette wirkt für  die
sequentiellen Zusatzkanäle RDR und PUN (siehe Anlage 2).  Er kann
mittels  der transienten Kommandos PIP (Abschnitt  4.5.),  KCSEND
und KCEMPF (Abschnitt 4.3.) genutzt werden.

Ein  in diesem MSYSG-Teil installierter Koppeltreiber  wird  beim
Generieren des Betriebssystems in die Systemspuren einer Diskette
fest in das neue System eingeschrieben.  Das bedeutet, daß er bei
jedem  Kaltstart  von dieser Diskette in der installierten  Weise
aktiviert wird.

Wird kein Koppeltreiber installiert,  so erfolgt beim Systemstart
- vorausgesetzt ein V24-Modul ist gesteckt - die  Initialisierung
eines  Koppeltreibers  mit einer Übertragungsgeschwindigkeit  von
1200 Baud.

Nach   Auswahl   der  Übertragungsgeschwindigkeit   erfolgt   ein
Rücksprung in das MSYSG-Menü.

4.2.6. Generieren des Betriebssystems auf Diskette
--------------------------------------------------

Gibt man im MSYSG-Menü die Ziffer 4 ein,  erreicht man den MSYSG-
Teil  zum  Generieren  des  Betriebssystems  auf  Diskette.   Das
bedeutet,  daß  das nach den Wünschen des Anwenders  installierte
Betriebssystem  in  die  Spuren  0  und  1  einer  Systemdiskette
geschrieben  wird.  Diesen  MSYSG-Teil  ruft  man  folglich  nach
Abarbeitung der MSYSG-Teile 1 bis 3 auf.

Das  Diskettenformat  der  Diskette,  in deren  Systemspuren  das
installierte Betriebssystem eingeschrieben werden soll, ist mit

          5 * 1024 * 80 * 2

festgelegt.  Mit  MSYSG ist es nicht  möglich,  die  Systemspuren
anderer Diskettenformate zu beschreiben.

Nach  Aufruf  dieses  MSYSG-Teiles erscheint die Frage  nach  dem
logischen  Laufwerk, in  welchem die  zu  beschreibende  Diskette
liegt.  Es  sind  die  Laufwerkbezeichnungen  B  bis  H  möglich,
entsprechend der aktuellen MicroDOS-Installation.  Im allgemeinen
wird Laufwerk B verwendet.

Bevor die Laufwerkbezeichnung als Großbuchstabe eingegeben  wird,
ist die zu bespielende Diskette in das Laufwerk einzulegen.  Nach
Eingabe  der  Laufwerkbezeichnung  startet  die  Generierung  des
installierten  Betriebssystems  auf Diskette.  Der  Vorgang  wird
abgebrochen,

-  wenn  das  Laufwerk  nicht  geschlossen ist,  in  dem  die  zu
   bespielende Diskette liegt,
-  wenn  dem  logischen Laufwerk,  das  zur  Generierung  benutzt
   werden    soll,    ein   anderes   als   das   vorgeschriebene
   Diskettenformat zugewiesen ist,
-  wenn  die Diskette,  auf die das  installierte  Betriebssystem
   übertragen werden soll,  noch nicht oder mit einem anderen als
   dem vorgeschriebenen Diskettenformat formatiert wurde oder
-  wenn die Diskette schreibgeschützt ist.

In allen vier Fällen erscheint die Meldung

          Schreibfehler !

Wird  der Vorgang der Systemgenerierung auf Diskette  erfolgreich
abgeschlossen, gelangt man zurück in das MSYSG-Menü.

4.2.7. Generieren des Betriebssystems im RAM
--------------------------------------------

Gibt man im MSYSG-Menü die Ziffer 5 ein,  erreicht man den MSYSG-
Teil zum Generieren des Betriebssystems im RAM. Das bedeutet, daß
das  nach den Wünschen des Bedieners installierte  Betriebssystem
das   aktuelle   im  RAM  des  FLOPPY  DISK   BASIS   befindliche
Betriebssystem   überschreibt.   Auf   diese   Weise   wird   die
Installation  des aktuellen Betriebssystems verändert,  ohne  daß
eine   Systemdiskette   beschrieben  wird.   Die  so   veränderte
Betriebssysteminstallation bleibt nur für die Einschaltdauer  des
KC-Floppy-Systems  bzw.   bis  zum  nächsten  Kaltstart  der  PC-
Betriebsart vom CAOS-Menü aus erhalten.

Nach  Eingabe  der Ziffer 5 laufen folgende Vorgänge  automatisch
ab:

-  Generieren des neuinstallierten Betriebssystems im RAM,
-  Verlassen von MSYSG,
-  Kaltstart des neuinstallierten Betriebssystems einschließlich
-  Neustart der Systemuhr.

Der Bediener befindet sich wieder im System-Grundzustand der  PC-
Betriebsart.  Das  aktuelle Betriebssystem der PC-Betriebsart hat
jetzt  die während der Installation  festgelegten  Eigenschaften.
Die Zeitzählung des Systems beginnt wieder bei 00:00:00 Uhr.

4.3. Kommandos zum Senden und Empfangen

Mit  jedem Kaltstart der PC-Betriebsart erfolgt   - vorausgesetzt
ein    V24-Modul   ist   im   KC-Floppy-System   gesteckt   - die
Initialisierung   des   Kanals   2   des   V24-Moduls   für   den
bidirektionalen Datenaustausch. Der Steckplatz des V24-Moduls ist
beliebig.  Die Übertragungsbedingungen sind in Abschnitt 1.3. und
Anlage  8 angegeben.  Der Datenaustausch selbst erfolgt  mit  den
nachfolgend beschriebenen transienten Kommandos.

4.3.1. Das Kommando KCSEND
--------------------------

Das  Kommando KCSEND dient zum Senden einer Datei von Diskette an
ein  peripheres Gerät über den sequentiellen Zusatzkanal PUN  (i.
allg.  V24-Schnittstelle).  Während  die Druckertreiber  nur  das
Senden  vorbereiten, und das auch nur für das Senden  von  ASCII-
Dateien, kann mit dem Kommando KCSEND das Senden direkt veranlaßt
werden.  Es können sowohl ASCII-Dateien   als auch Maschinencode-
dateien  gesendet werden.  Folgende Formen für das Kommando  sind
möglich:

          (1)  KCSEND NAME1.TYP
          (2)  KCSEND NAMEX.TYP S

Dabei werden mit Form (1) das Senden einer ASCII-Datei (das achte
Bit  jedes  übertragenen  Bytes ist Null) und mit  Form  (2)  das
Senden   einer  Maschinencodedatei  (Bytes   werden   vollständig
übertragen) veranlaßt. Bei Form (1) wird die Übertragung beendet,
wenn  der Code 1AH erkannt wird und bei Form (2) beim  physischen
Dateiende.

Die Dateibezeichnung der zu sendenden Datei muß auf der  Diskette
des  KC-Floppy-Systems vorhanden sein, anderenfalls erscheint die
Fehlermeldung

          Dateifehler!!

Die  Dateigröße  der zu sendenden Datei darf die  Größe  des  TPA
nicht überschreiten, anderenfalls erscheint die Meldung

     WARNUNG! Datei zu lang -> Abbruch            .

Mit diesem Kommando können Dateien vom KC-Floppy-System

- an ein zweites KC-Grundgerät,
- an ein zweites KC-Floppy-System (siehe Anlage 9) oder
- an einen anderen Computer, z. B. Personal- oder Bürocomputer,

gesendet werden.

Die Übertragung kann mit der Taste <BRK> beendet werden.

4.3.2. Das Kommando KCEMPF
--------------------------

Das  Kommando  KCEMPF  dient zum Empfangen einer Datei von  einem
peripheren  Gerät über den Zusatzkanal RDR (i.  allg.  V24-Modul,
Kanal 2). Es können sowohl ASCII-Dateien  als auch Maschinencode-
dateien empfangen werden.

Folgende Formen für das Kommando  sind möglich:

          (1)  KCEMPF NAME2.TYP
          (2)  KCEMPF NAMEY.TYP S     .

Dabei werden mit Form (1) das Empfangen einer ASCII-Datei und mit
Form  (2) das Empfangen einer Maschinencodedatei veranlaßt (siehe
4.3.1.).  Nach Aufruf des Kommandos wird zunächst geprüft, ob die
Dateibezeichnung  der  zu empfangenden Datei   auf  der  Diskette
schon vorhanden ist. Ist das der Fall folgt die Frage:

          alte Datei löschen (J/N)?   ,

bei  deren  Beantwortung das Kommando entweder  abgebrochen  (mit
<N>)  oder das Empfangen gestartet werden kann (mit  <J>),  wobei
die alte Datei überschrieben wird.

Am  Ende einer Datenübertragung wird bei Form (2) mit ^C  (<BRK>)
das Ablegen der empfangenen Datei auf der Diskette gestartet. Ein
Beispiel für die Verwendung des Kommandos KCEMPF ist in Anlage  9
gegeben.

Die  Dateigröße  darf  die  Größe des  TPA  nicht  überschreiten,
anderenfalls erscheint

          WARNUNG!  Datei zu lang -> Abbruch.

Weitere Fehlermeldungen sind

          Verzeichnis ist voll!!     ,

wenn kein Directoryeintrag mehr möglich ist und

          Diskette ist voll!!        ,

wenn  der  freie  Speicherraum der Diskette nicht  mehr  für  die
Ablage der Datei ausreicht.

4.4. Kommandos zum Einstellen bestimmter Tastaturmodi

Zu  der PC-Betriebsart des KC-Floppy-Systems gibt es für die  KC-
Tastatur  den Computermodus und den  Schreibmaschinenmodus.  Beim
Kaltstart  der PC-Betriebsart ist der Computermodus der  Tastatur
eingestellt. Es gilt Tastaturaufleger 1.

4.4.1. Das Kommando TYPEMOD
---------------------------

Das Kommando TYPEMOD dient zum Einstellen des Schreibmaschinenmo-
dus  (Typewriter modus) der KC-Tastatur.  Der Begriff "Schreibma-
schinenmodus" bezeichnet den Tastaturmodus,  bei dem die  Tasten-
codes so verändert werden,  daß die KC-Tastatur wie eine Schreib-
maschinentastatur bedient werden kann.

Nach dem Aufruf des Kommandos mit

    TYPEMOD

(ohne Parameter) erscheint der Hinweis

    Schreibmaschinenmodus, Folie 2 auflegen!

Mit  Folie 2 ist der zweite Tastaturaufleger bezeichnet,  der zum
Lieferumfang des FLOPPY DISK BASIS gehört.

Damit ist der Schreibmaschinenmodus eingestellt und der Buchstabe
ß  liegt z.  B.  neben der Taste 0,  der Doppelpunkt ist  in  der
Zweitbelegung  der  Taste  für  den Punkt zu  erreichen  und  die
Umlaute liegen an den für eine deutsche Schreibmaschine  üblichen
Stellen.  Im  Schreibmaschinenmodus  gibt  es nur  den  deutschen
Zeichensatz für die Bildschirmausgabe.

Die  vollständige   Beschreibung  der   Tastatureigenschaften  im
Schreibmaschinenmodus  ist im Manual enthalten.  Der Zusammenhang
zwischen Tastatureingabe und Bildschirmausgabe bei den  verschie-
denen  Tastaturmodi,  Bildschirmformaten und Zeichensätzen ist in
Anlage 10 dargestellt.

4.4.2. Das Kommando COMPUMOD
----------------------------

Das Kommando COMPUMOD dient zum Einstellen des Computermodus  der
KC-Tastatur. Über das Kommando

    COMPUMOD

(ohne  Parameter)  gelangt man vom Schreibmaschinenmodus  in  den
Computermodus. Auf dem Bildschirm erscheint der Hinweis

    Computermodus, Folie 1 auflegen.

Mit  Folie 1 ist der erste Tastaturaufleger bezeichnet,  der  zum
Lieferumfang des FLOPPY DISK BASIS gehört.

Der Begriff "Computermodus" bezeichnet den Tastaturmodus, bei dem
die Bildschirmausgabe mit dem Tastaturaufdruck übereinstimmt.  Im
Computermodus    gibt   es   diese   Übereinstimmung   für   alle
alphanumerischen  Tasten,  also  für  die  Buchstabentasten,  die
Zifferntasten  und  die  Zeichentasten.   Im  Computermodus  wird
zwischen Programmeingabemodus und Texteingabemodus unterschieden.
Im  Programmeingabemodus funktionieren die  Buchstabentasten  <A>
bis  <Z> wie unter CAOS,  also in der Erstbelegung erscheinen die
Großbuchstaben  auf  dem Bildschirm,  in  der  Zweitbelegung  die
Kleinbuchstaben.    Im    Texteingabemodus   funktionieren    die
Buchstabentasten  (und  nur die Buchstabentasten) wie  bei  einer
Schreibmaschine,   also   in  der  Erstbelegung  erscheinen   die
Kleinbuchstaben, in der Zweitbelegung die Großbuchstaben. Da sich
der  Texteingabemodus  nur  auf die  Buchstabentasten  erstreckt,
unterscheidet er sich vom Schreibmaschinenmodus.

Die vollständige Beschreibung der Tastatureigenschaften im Compu-
termodus ist im Manual enthalten. Einen Überblick über den Zusam-
menhang  zwischen Tastatureingabe und Bildschirmausgabe  bei  den
verschiedenen Tastaturmodi,  Bildschirmformaten und Zeichensätzen
gibt Anlage 10.

4.5. Das Kommando PIP

Das Kommando PIP wird durch das Programm PIP.COM realisiert. Dies
ist   ein  universelles  Kopierprogramm   (Periphal   Interchange
Programm), das den Datenaustausch zwischen den peripheren Geräten
des KC-Floppy-Systems ermöglicht.

Durch  die Verwendung verschiedener Parameter können  zusätzliche
Funktionen,  wie zum Beispiel die Gestaltung von Drucklisten, das
Verketten  von  Dateien oder das Kopieren von  Dateiausschnitten,
realisiert werden.

Hauptaufgabe ist das Kopieren von Diskettendateien.

4.5.1. Kommandoformat im PIP
----------------------------

Das Format des Kommandos ist:

    (1) PIP "Kommandozeile"
    (2) PIP

Im  Fall  (1) wird das Programm geladen und nach  Abarbeiten  der
nachfolgenden "Kommandozeile" automatisch beendet.

Im  Fall (2) wird das Programm nur geladen.  Durch Ausschrift des
Bereitschaftszeichens  ("*")  wird dann  die  Arbeitsbereitschaft
angezeigt  und auf die Eingabe einer Kommandozeile  gewartet.  An
dieser  Stelle besteht die Möglichkeit,  die  Systemdiskette  mit
einer   anderen  Diskette   auszutauschen.   Dadurch  wird  diese
Diskette in den Zustand R/O (read only) gesetzt und kann nur  als
Quelldiskette  verwendet  werden.  Das  Programm  wird  durch  ^C
beendet.

Eine "Kommandozeile" hat die Form:

    d:<ziel>=d:<quelle#1>,...,d:quelle#n>[p]

d   bezeichnet  den   Laufwerknamen  (A...H)  oder  ein  anderes
    logisches Gerät (siehe Gerätename)

<ziel> und <quelle#n>
    sind Dateibezeichnungen nach Vorschrift
    (<dateiname>.<dateityp>)

p   spezifiziert die möglichen Parameter
    (siehe Abschnitt 4.5.3.)

Anmerkung:

In  der Kommandozeile können Klein- oder Großbuchstaben verwendet
werden (nicht gemischt). Leerzeichen sind nur innerhalb der Para-
meterliste zugelassen.

4.5.2. Gerätenamen im PIP
-------------------------

Das   Kommando  PIP  läßt  die  Definition  folgender   logischer
peripherer Geräte zu (siehe auch Anlage 2):

CON:      für  das logische Konsolen-Gerät  (im  allgemeinen  die
          Tastatur   als  Eingabegerät  und  der  Bildschirm  als
          Ausgabegerät)

LST:      für  das  logische Drucker-Gerät  (im  allgemeinen  ein
          Drucker)

RDR:      für  das  logische  Leser-Gerät  (beim KC-Floppy-System
          V24-Modul zum Datenempfang verwendet)

PUN:      für das logische Stanzer-Gerät  (beim  KC-Floppy-System
          V24-Modul zum Datensenden verwendet)

INP/OUT:  spezielle   Gerätebezeichnungen,   die   vom   Anwender
          zusätzlich  in das PIP-Programm eingefügt werden können
          (Hinweis: Die Speicherpositionen 109H bis 1FFH sind  im
          PIP-Programm    nicht   belegt   und    können    durch
          Treiberroutinen  überschrieben werden.)

Zusätzlich  können  die  Bezeichnungen  NUL   und  EOF  definiert
werden,   die   jedoch  nur  für  sequentielle  Datenträger (z.B.
Lochband) Bedeutung haben.

NUL       sendet 40 NUL-Zeichen (00H) zum Ausgabegerät

EOF       sendet ein Dateiendezeichen (^Z=1AH) zum Ausgabegerät
          (z. B. als Endekennzeichen bei V24-Übertragung)

4.5.3. Parameterbeschreibung im PIP
-----------------------------------

Jedes Kommando kann  durch einen oder mehrere Parameter  spezifi-
ziert  werden,  die in eckigen Klammern ("[","]")  einzuschließen
und  durch Leerzeichen voneinander zu trennen  sind.  Zieldateien
dürfen keine Parameter enthalten.

Parameter   Funktion
-----------------------------------------------------------------

Dn          Beschneiden langer Zeilen;
            jede  Zeile  wird bis zum n-ten  Zeichen  übertragen,
            alle nachfolgenden Zeichen werden gelöscht.

E           Rückmelden aller Übertragungsoperationen;
            jedes   übertragene  Zeichen wird auf dem  Bildschirm
            und wahlweise auf dem Drucker (durch Eingabe von ^P)
            protokolliert.

F           Löschen  aller in der Datei befindlichen Formularvor-
            schübe;
            durch  Spezifizierung  des Parameters P  können  neue
            Formularvorschübe in der Datei eingefügt werden.

Gn          Wählt eine Datei vom USER-Bereich n aus.

L           Umsetzen von Groß- in Kleinbuchstaben.

N           Einfügen  von Zeilennummern in eine  Datei, beginnend
            bei 1 und immer erhöht um 1.
            Führende    Nullen    werden  unterdrückt   und   ein
            Doppelpunkt angefügt.
            (z.B. 1: Text...
                  2: usw.  )

N2          Wie N mit dem Unterschied:
            Vornullen   bleiben    erhalten  und   anstelle   des
            Doppelpunktes   wird   ein   Leerzeichen   zusätzlich
            eingefügt
            (z. B. 000001 Text...
                   000002 usw.  ).

C           Beim   Verketten  von  Dateien  wird  das   physische
            Dateiende ignoriert.
            (Dieser    Parameter   hat   nur   für   sequentielle
            Datenträger   Bedeutung.   Bei  der  Verkettung   von
            Diskettendateien   wird  der  Parameter   automatisch
            gesetzt.)

Pn          Einfügen der Formularvorschübe aller n Zeilen;
            für   n=1   bzw.    wenn   n   entfällt,   wird   der
            Standardvorschub (aller 60 Zeilen) eingefügt;
            durch  Spezifizieren  des Parameters F können  vorher
            alle  Formularvorschübe,   die  sich  in  der   Datei
            befinden, gelöscht werden.

R           Das  Kopieren von Systemdateien wird  ermöglicht (SYS
            ist gesetzt).

Qs^Z        Beenden  des  Kopierens,  wenn  die   Zeichenkette  s
            (abgeschlossen mit ^Z) erkannt wird.

Ss^Z        Beginn    des  Kopierens,   wenn  die  Zeichenkette s
            (abgeschlossen mit ^Z) erkannt wird.

            Durch  Kombination  der  Parameter  Q  und  S  können
            Dateiausschnitte kopiert werden.  Auf  Besonderheiten
            bei der Verwendung beider Parameter wird im Abschnitt
            zu den Anwendungsmöglichkeiten hingewiesen.

Tn          Die  gesetzten Tabulatoren in einer Datei (^I) werden
            auf n Spalten erweitert.

U           Umsetzen von Klein- in Großbuchstaben.

V           Kontrollesen (nur für Diskettendateien).
            Es  wird überprüft,  ob alle Daten richtig übertragen
            wurden.

W           Schreibgeschützte Dateien werden überschrieben.

Z           Das  Paritätsbit wird nach der Eingabe  jedes  ASCII-
            Zeichens  auf  Null gesetzt.  (nur  für  sequentielle
            Datenträger)

4.5.4. Anwendungsbeispiele des Kommandos PIP
--------------------------------------------

Allgemeine Hinweise zur Verwendung des Kommandos PIP
----------------------------------------------------

- Während des  Kopierens wird auf der Zieldiskette der  Dateiname
  mit dem Dateityp  $$$  eingetragen und erst nach  erfolgreichem
  Abschluß umbenannt.

- Die aktivierten Dateien (rechts vom Gleichheitszeichen) bleiben
  in der Regel unverändert erhalten.
  Beim Kopieren  auf  Diskette  wird  durch  das  Programm  nicht
  geprüft, ob  ein  Dateiname bereits auf der Diskette  vorhanden
  ist, sondern  diese Datei wird dann überschrieben.

- In  jeder  Kommandozeile  muß  sowohl  vor  als  auch  nach dem
  Gleichheitszeichen   eine  <dateibezeichnung>  (mindestens  ein
  Gerätename) angegeben werden.

- Als  Zieldatei  muß  immer  eine  eindeutige   Dateibezeichnung
  angegeben werden, daß heißt, es  sind keine Zeichen '*' und '?'
  zugelassen.

Zum    besseren    Verständnis    sollen    nachfolgend    einige
Anwendungsbeispiele   erläutert  werden.   Dafür  soll   folgende
Vereinbarung  getroffen  werden,  die in allen diesen  Beispielen
gleichbleibt:

Auf  dem  aktuellen Laufwerk B befinden sich die Dateien  TEST.C,
TEST.MAC, TEST.COM, TEST1.C, TEST2.C

Kopieren von Diskettendateien
------------------------------

A:=*.*
Kopieren aller Dateien von Laufwerk B nach A

A:=TEST.*
Kopieren aller Dateien mit dem Dateinamen TEST
(d.h.TEST.C , TEST.MAC , TEST.COM).

A:=*.C
Kopieren aller Dateien mit dem Dateityp C

A:=TEST?.C
Kopieren  aller  Dateien mit dem Dateityp  C,  die mit dem  Namen
TEST beginnen und 5 Zeichen lang  sind,  wobei das 5. Zeichen be-
liebig ist, also auch der Dezimalpunkt sein kann.
(d.h. TEST.C, TEST1.C, TEST2.C)

A:=TEST1.C
A:TEST1.C=B:
Kopieren  der Datei TEST1.C von B nach A (gleiche Wirkung  beider
Kommandos).

B:=TEST1.C[F P72]
Die  Quelldatei  TEST1.C auf dem Laufwerk B  wird  überschrieben,
wobei  alle  ursprünglichen Formularvorschübe gelöscht  und  neue
Vorschübe aller 72 Zeilen in die Datei eingefügt werden.

A:NEU.COM=TEST.COM
Kopieren von TEST.COM nach A und umbenennen in NEU.COM .

Beachte:

Fehlerhafte Kommandos sind zum Beispiel:

*.*=A      (keine eindeutige Zieldatei)

=A:TEST.C  (Kommando ist unvollständig)

A:TEST.C=  (Kommando ist unvollständig)

A: = TEST.C  (unerlaubte Leerzeichen)

Verketten von Diskettendateien
-------------------------------

A:TEST.C=TEST1.C,TEST2.C,TEST.C
Kopieren der Dateien TEST1.C,  TEST2.C, TEST.C nacheinander auf A
und Abspeichern unter dem Namen TEST.C

Anmerkungen:
------------
- Die Dateien werden immer in der Reihenfolge verkettet,  wie sie
  in der Kommandozeile von links nach rechts angegeben  werden.

- Kommandos zum Verketten von Dateien dürfen nur eindeutige   Da-
  teibezeichnungen  enthalten   (ein  fehlerhaftes  Kommando  ist
  z. B.:  A:TEST.C=*.C).

- Jede Datei kann gesondert  durch die Angabe eines   Laufwerkna-
  mens oder durch Parameter spezifiziert werden.
  Sollen  Parameter bzw.  Laufwerknamen für alle zu  verkettenden
  Dateien gültig sein, müssen sie trotzdem für jede Datei  geson-
  dert angegeben werden.

Beispiele:

B:T.C=B:TEST.C[E],B:TEST1.C[E],B:TEST2.C[E]
B:T.C=B:TEST.C,TEST1.C,TEST2.C[E]

Die  Dateien  TEST.C,  TEST1.C und TEST2.C werden  verkettet  und
unter dem Namen T.C auf dem Laufwerk B abgespeichert.
Im  ersten  Kommando werden alle Quelldateien auf dem Laufwerk  B
gesucht und jedes kopierte Zeichen protokolliert.
Im  zweiten  Kommando wird die Datei TEST.C auf  dem  Laufwerk  B
gesucht und nur für die Datei TEST2.C wird jedes kopierte Zeichen
protokolliert.

B:TEST.C=B:TEST1.C,B:TEST2.C

Die  Dateien TEST.C, TEST1.C und TEST2.C werden  verkettet, wobei
die Datei TEST.C durch die neue Datei überschrieben wird.

Kopieren von Dateiausschnitten
------------------------------

Beispiel:

Die  Datei TEST.C besteht aus mehreren Funktionen (z.  B.  lesen,
schreiben...) und soll zerlegt werden

T.C=TEST.C[Slesen^Z Qschreiben^Z]

Kopieren von TEST.C in T.C
Beginn der Kopie, wenn die Zeichenkette "lesen" gefunden wird und
Beenden, wenn die Zeichenkette "schreiben" erreicht ist.

Anmerkungen:
------------

- Es sind nur eindeutige Dateibezeichnungen zugelassen.

- Im ersten Fall der  Kommandoabarbeitung  (PIP  "Kommandozeile")
  erfolgt ein automatisches Umsetzen von  Klein- in  Großbuchsta-
  ben, somit werden nur Zeichenketten mit  Großbuchstaben  gefun-
  den. Deshalb sollte für das Kopieren von Dateiausschnitten  im-
  mer die zweite Kommandoform angewendet werden.

- Die angegebene Zeichenkette wird immer mitkopiert. Treten  Zei-
  chenketten mehrmals in einer Datei auf,  wird nach  dem  ersten
  Auftreten die Kopie beendet.

- Die  Zeichenkette für den  Beginn der  Kopie muß sich immer vor
  der Zeichenkette zum Beenden befinden.

- Beachte:
  Bei  der   Kombination   der   Parameter   zum   Kopieren   von
  Dateiausschnitten dürfen die Zeichenketten gleicher Länge nicht
  mit dem gleichen Buchstaben beginnen.

Listendruck
------------

Die Datei TEST.C soll als Druckliste ausgegeben werden.

PRN:=TEST.C
-Zeilen werden numeriert,
-enthaltene Tabulatoren werden in jeder achten Spalte gesetzt,
-nach je 60 Zeilen wird ein Formularvorschub eingefügt

LST:=TEST.C[N T8 P]
-wie oben

Ausgabe einer Datei auf dem Bildschirm
--------------------------------------

Die Datei TEST.C soll auf dem Bildschirm ausgegeben werden.

CON:=TEST.C

Auf diese Weise ist die Nachbildung des residenten Kommandos TYPE
möglich, das unter den Betriebssystemen SCP und CP/M bekannt ist.

Anmerkungen:
------------
-Es sind nur eindeutige Dateibezeichnungen zugelassen.

-Die Ausgabe verketteter Dateien ist möglich.

4.5.5. Fehlermeldungen im PIP
-----------------------------

Bei  Fehlern in der Kommando- und Parametereingabe erscheint eine
Fehlerausschrift  auf dem Bildschirm und es erfolgt die  Rückkehr
in  den  System-Grundzustand.  Danach  muß  erneut  das  Kommando
eingegeben werden.

-DISK READ ERROR           Lesefehler

-DISK WRITE ERROR          Schreibfehler

-BAD PARAMETER             undefinierter Parameter

-INVALID FORMAT            fehlerhaftes PIP-Kommando

-NO DIRECTORY SPACE        keine Verzeichniseintragung möglich

-NO FILE                   keine Datei vorhanden

-START NO FOUND      \     Zeichenkette für begrenztes
                      >    Kopieren wurde nicht
-QUIT NOT FOUND      /     gefunden

-NOT FOUND                 benannte Datei nicht gefunden

-UNRECOGNIZED DESTINATION  unerlaubte Zieldatei

-CANNOT READ               unerlaubte oder fehlende Quelldatei

-CANNOT WRITE              unerlaubte oder fehlende Zieldatei

-INVALID PIP FORMAT        fehlendes  Gleichheitszeichen  oder
                           unerlaubte Leerzeichen

-INVALID SEPARATOR         unerlaubte  Trennzeichen  in   der
                           Parameterliste

4.6. Das Kommando STAT

Das  Kommando  STAT  stellt verschiedene Informationen  über  den
Systemzustand zur Verfügung.

Darüber hinaus können gezielt Veränderungen am Status der Disket-
ten  und Dateien sowie an der Zuordnung der logischen Gerätenamen
zu den 16 möglichen Subkanälen vorgenommen werden.

Die Form des Kommandos ist:

          STAT[d:][<parameter>]

Nach  dem Ausführen des Kommandos befindet sich das System wieder
im Grundzustand.

Bei  fehlerhafter  Kommandoeingabe  erfolgt  eine   entsprechende
Ausschrift auf dem Bildschirm, das Kommando muß erneut eingegeben
werden.

Die Information kann von allen, bis zur Eingabe dieses  Kommandos
schon  einmal  aktivierten  Laufwerken  (wenn  kein  Laufwerk  im
Kommando   angegeben  wird)    oder  nur  von  dem  im   Kommando
definierten Laufwerk erhalten werden.

4.6.1. Kommandoformat im STAT
-----------------------------

STAT

Das Kommando bewirkt die Anzeige des noch zur Verfügung stehenden
freien Platzes auf der Diskette für das aktive Laufwerk bzw.  für
die vorher schon einmal aktivierten Laufwerke.

Es erfolgt die Ausschrift in der Form:

          B:R/W,SPACE: xxxK

STAT d:

Bedeutung wie oben, aber für das Laufwerk d.

          BYTES REMAINING ON d: xxxK

STAT [d:]<dateibezeichnung>

Das  Kommando  bewirkt das Auflisten aller zu  <dateibezeichnung>
gehörenden Dateien.

Es erfolgt eine Ausschrift in der Form:

           SIZE    RECS   BYTES    EXT   ACC
           xxx     xxx    xxK      x     R/W d:<dateibezeichnung>
           BYTES REMAINING ON d: xxxK

Es bedeuten:

RECS   :   Anzahl der logischen Sektoren der Datei (siehe Anlagen
           4 und 5)
BYTES  :   von der Datei belegter Speicherplatz in KByte
EXT    :   Anzahl der 16 KByte - Bereiche der Datei (Extent)
ACC    :   Attribut der Datei (R/W, R/O)

Bei  SYS  - Dateien  wird  die  <dateienbezeichnung>  in   runden
Klammern angezeigt.

STAT [d:]<dateibezeichnung> $S

Bedeutung  wie  oben,   nur  daß  der  Parameter  SIZE  angezeigt
wird,  nämlich die  Anzahl der  zur  Datei  gehörenden  logischen
Sektoren (siehe Anlagen 4 und 5).

Es erfolgt eine Ausschrift in der Form:

         SIZE   RECS   BYTES  EXT   ACC
         xxx    xxx    xxK    x     R/W d:<dateibezeichnung>
         BYTES REMAINING ON d : xxxK

Bei  sequentiell  organisierten Dateien korrespondiert  das  Feld
"BYTES" direkt mit den Feldern "SIZE" und "RECS".

Bei   Direktzugriffsdateien   kann  ein  Extent   auch   Leerraum
enthalten, der erst später mit Daten gefüllt wird. Deshalb werden
im  Feld "BYTES" die im Abfragemoment aktuelle Größe und im  Feld
"RECS" die Anzahl der Sätze pro Extent angegeben.

Das  Feld "SIZE" entspricht deshalb bei Direktzugriffsdateien der
maximal möglichen (belegten und unbelegten) Anzahl Dateiensätze.

STAT [d:]=R/O

Das  Kommando bewirkt das Setzen des Status R/O für  die  gesamte
Diskette. Nach Warmstart ist die Diskette wieder R/W.

STAT[d:]<dateibezeichnung> $R/O

Setzen aller unter <dateibezeichnung> aufgeführten Dateien R/O.
Es erfolgt eine Ausschrift in der Form

          <dateibezeichnung> set to R/O

STAT [d:]<dateibezeichnung> $R/W

Bedeutung wie oben, nur Setzen Attribut R/W.

Es erfolgt eine Ausschrift in der Form:

          <dateibezeichnung> set to R/W

STAT [d:]<dateibezeichnung> $SYS

Allen  zu <dateibezeichnung> gehörenden Dateien wird das Attribut
"Systemdatei" zuerkannt.

Es erfolgt eine Ausschrift in der Form:

          <dateibezeichnung> set to SYS

STAT [d:]<dateibezeichnung> $DIR

Allen  zu <dateibezeichnung> gehörenden Dateien wird das Attribut
einer DIR-Datei zuerkannt.

Es erfolgt eine Ausschrift in der Form:

          <dateibezeichnung> set to DIR

STAT [d:]DSK:

Als  Folge dieses Kommandos wird angezeigt,  welche  Formatierung
und  Datenstrukturierung für die jeweils angesprochenen Laufwerke
im Betriebssystem eingestellt sind.

Die Ausschrift erfolgt in folgender Form:
(am Beispiel des Laufwerks B mit D004-Diskette)

Ausschrift                        Bedeutung
-----------------------------------------------------------------
   B: Drive Characteristics       Laufwerkstatus Laufwerk B
6240: 128 Byte Record Capacity    Kapazität von 6240 Sätzen zu je
                                  128 Byte
 780: Kilobyte Drive Capacity     Kapazität von 780 K Byte
 128: 32 Byte Directory Entries   128  Directory-Eintragungen  zu
                                  je 32 Byte

 128: Records/Dir.E.              128 Sätze je  Directory-Eintra-
                                  gung
  16: Records/Block               16 Sätze je Block
  80: Sectors/Track               80 Sektoren je Spur
   2: Reserved Tracks             2 reservierte Spuren

STAT VAL:

Das  Kommando bewirkt die Anzeige der möglichen STAT- Befehle und
deren Anwendung.
Es erfolgt die Ausschrift in der Form:

Temp R/O Disk   : d:= R/O
Set Indicator   : d:filename.typ $R/O $R/W $SYS $DIR
Disk Status     : DSK: d:DSK
User Status     : USR:
Iobyte Assign   :
CON: = TTY: CRT : BAT: UC1:
RDR: = TTY: PTR : UR1: UR2:
PUN: = TTY: PTP : UP1: UP2:
LST: = TTY: CRT : LPT: UL1:

STAT USR:

Informationen  über  Benutzerbereich,   wobei  hier  im  Beispiel
Benutzerbereich    0   aktiviert  ist  und  Dateien   unter   den
Benutzerbereichen 0 und 1 existieren.

Es erfolgt die Ausschrift in der Form:

          Active User  : 0
          Active Files : 01

STAT DEV:

Untersucht die in Speicherstelle 3 (dem sogenannten IOBYTE, "Byte
zur  Zuordnung  von Ein- und  Ausgabeeinheiten")  verschlüsselten
Zuordnungen  von  Subkanälen zu  den   Ein-/Ausgabekanälen  CON:,
RDR:, PUN:, LST: und gibt diese Informationen folgendermaßen an:

                        CON: is <Konsolengerät>
                        RDR: is <Lesergerät>
                        PUN: is <Stanzergerät>
                        LST: is <Druckergerät>

Beispiel:

A>STAT DEV:
CON: is CRT:    (Konsole: Subkanal CRT:)
RDR: is TTY:    (Leser:   Subkanal TTY:)
PUN: is LPT:    (Stanzer: Subkanal TTY:)
LST: is LPT:    (Drucker: Subkanal LPT:)

Besonderheiten bei STAT DEV:

Das Kommando prüft lediglich die Werte in Speicherstelle 3  nach.
Es untersucht in keiner Weise, ob diese Zuordnungen auch wirklich
genutzt  werden.  (Die Auswertung der IOBYTE-Information ist aus-
schließlich Sache der BIOS-Routinen.)

STAT <kanal>=<subkanal>

STAT <kanal1>=<subkanal1>,<kanal2>=<subkanal2>,...

Weist den jeweiligen Kanälen die angegebenen Subkanäle zu,  indem
im   IOBYTE   (Speicherstelle  3)  der  entsprechende   Schlüssel
eingetragen wird (siehe auch Handbuch für Programmierer).
Beispiel:

      STAT CON:=CRT:,RDR:=UR1,PUN:=UP1:,LPT:=TTY:

Die  Nutzung der Subkanäle wird im Handbuch für den Programmierer
erläutert.

4.6.2. Fehlermeldungen im STAT
------------------------------

Bei  Fehlern in der Kommando- und Parametereingabe erscheint eine
Fehlerausschrift  auf dem Bildschirm und es erfolgt die  Rückkehr
in   den   Systemzustand.   Es  müssen  das  Kommando   und   die
entsprechenden Parameter erneut eingegeben werden.

- File Not Found              Falsche oder unvollständige  Angabe
                              der Datei, Datei nicht enthalten.
                              Falsche Angabe der Parameter (z. B.
                              DSK anstelle DSK:).

- Invalid File Indicator      Falsche Parameterangabe (z.B. Leer-
                              zeichen zwischen $R/O).

- Invalid Disc Assignment     Falsche Attributzuweisung  für Dis-
                              kette (z. B. STAT A:=SYS nicht mög-
                              lich).

- Bad Delimiter               Falsches Trennzeichen.

- Invalid Assignment          Fehlerhafte Kanalzuordnung  (z.  B.
                              STAT RDR:=LPT:)

4.7. Das Kommando CAOSDISK

Das  Kommando CAOSDISK dient zum Einrichten einer  CAOS-Diskette.
Eine über CAOSDISK eingerichtete CAOS-Diskette ist die  Grundlage
für  den  Start der CAOS-Betriebsart des  KC-Floppy-Systems.  Das
Einrichten der CAOS-Diskette beinhaltet die Vorgänge Formatieren,
und  damit  Löschen des eventuell vorherigen Inhaltes, sowie  Be-
spielen  mit den für die CAOS-Betriebsart  notwendigen  Routinen.
Das Formatieren der CAOS-Diskette erfolgt im Diskettenformat

    5 * 1024 * 80 * 2    (Offset 2).

Nach Aufruf des Kommandos über

    CAOSDISK

(ohne Parameter) erscheint auf dem Bildschirm

    Einrichtung einer CAOS-Betriebsart-Diskette
    Formatierung und Bespielen erfolgt auf Laufwerk B
    Bitte Diskette in Laufwerk B einlegen!
                      Richtig (J/N)?

Wird diese Frage mit <J> beantwortet, beginnt zunächst der Forma-
tierungsvorgang, welcher durch die mitlaufenden Spurnummmern (von
0 bis 79) verfolgt werden kann. Nach Beendigung des  Formatierens
erscheint die Vollzugsmeldung

    Formatieren beendet!

und das Bespielen der Diskette schließt sich unmittelbar an.  Ist
das Bespielen beendet, wird gemeldet

    Bespielen beendet!

und  es erfolgt ein Rücksprung in den System-Grundzustand der PC-
Betriebsart.

Achtung!

Wird  das Kommando CAOSDISK im KC-Floppy-System nach Anlage 1 von
der  D004-Diskette  aufgerufen,  muß diese Diskette  sofort  nach
Aufruf des Kommandos gegen die neu einzurichtende Diskette ausge-
tauscht  werden.  Ist der Formatierungsvorgang nach  Beantwortung
oben  genannter  Frage gestartet,  ohne daß  der  Diskettentausch
stattgefunden hat, wird der Inhalt der D004-Diskette gelöscht!

Aus   Sicherheitsgründen  ist  es  daher  ratsam,  das   Programm
CAOSDISK.COM zunächst auf Laufwerk A zu kopieren und von dort das
Einrichten der CAOS-Diskette erst dann zu starten,  wenn im Lauf-
werk B die Diskette gewechselt ist.  Zum Kopieren dient das  Kom-
mando PIP, das im Abschnitt 4.5. beschrieben ist.

Eine eingerichtete CAOS-Diskette kann auch in der  PC-Betriebsart
bearbeitet  werden,  d.h.  es können z.B.  unter MicroDOS Dateien
kopiert,  umbenannt  oder neue Dateien  hinzugefügt  werden.  Die
Diskettenverwaltung  von  MicroDOS sorgt automatisch  dafür,  daß
sich die CAOS-Dateien und die MicroDOS-Dateien nicht  gegenseitig
beeinflussen oder gar zerstören. Folglich kann man unter MicroDOS
auch das Directory einer CAOS-Diskette anzeigen lassen.

Nach  dem  Einrichten  einer CAOS-Diskette erhält  man  folgendes
Directory:

B:DEP    .COM   :FSAVE   .KCC   :FLOAD   .KCC   :SERVICE    .KCC
B:BASE   .KCC   :DEVEX   .KCC   :TEXOREX .KCC   :FORTHEX    .KCC
B:INITIAL.SUB

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