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6. Anlegen von Systemdisketten

Für den Kaltstart der PC-Betriebsart des KC-Floppy-Systems ist es
erforderlich,  daß sich eine Diskette im Laufwerk B befindet, auf
der das Betriebssystem MicroDOS enthalten ist. Das Betriebssystem
kann  auf jeder Arbeitsdiskette gespeichert werden,  wenn sie  im
Diskettenformat

          5 * 1024 * 80 * 2

formatiert ist.  Das Anlegen von Disketten mit dem Betriebssystem
MicroDOS kann folgendermaßen durchgeführt werden:

a)  Aufruf des Kommandos FORMAT und formatieren der  Diskette  im
    oben angegebenen Diskettenformat (siehe Abschnitt 4.1.)

b)  Aufruf des Kommandos MSYSG:
    Generieren   des  Betriebssystems  MicroDOS  auf  der   neuen
    Diskette. Da das Programm, das das Kommando MSYSG realisiert,
    das  Betriebssystem mit enthält,  braucht sich keine  weitere
    Systemdiskette  im KC-Floppy-System zu befinden.  Nach Aufruf
    des  Kommandos  von einer Diskette in Laufwerk B  kann  diese
    Diskette  gegen die neu formatierte ausgetauscht werden.  Mit
    den  möglichen Veränderungen  (siehe Abschnitt 4.2.) kann das
    Betriebssystem auf die neue Diskette überspielt werden.

c)  Anschließend   können mit dem Kommando PIP Programme auf  die
    neue Diskette kopiert werden.

In Abschnitt 5.3.1.  sind Kommandodateien beschrieben,  mit deren
Hilfe  das Anlegen einer Systemdiskette automatisch erfolgen  und
beliebig oft wiederholt werden kann. Voraussetzungen hierfür sind
ein   94   KByte   großes  RAM-Floppy  und   die   Existenz   der
Kommandodateien  VORSYD.SUB  und  STASYD.SUB  sowie  der  Dateien
PIP.COM,    FORMAT.COM,    STAT.COM   und   MSYSG.COM   auf   der
Quelldiskette.

7. MicroDOS-Fehlermeldungen

Wenn  es  dem  System nicht möglich ist  ein  gegebenes  Kommando
auszuführen, sei es, daß das Kommando fehlerhaft war oder daß ein
Fehler in der Hardware auftrat, so wird eine Fehlermeldung in der
Form

          Bdosfehler auf d:NNNNNNNN.TTT  mmmmmmmm
          O = o    PC = aaaa
          ST = ss  T = t    S = s

ausgegeben.  Dabei kennzeichnet d:NNNNNNNN.TTT die Datei, auf die
bei  der  Ausführung  des  Kommandos  zugegriffen  werden sollte.
mmmmmmm  stellt eine genauere Spezifikation des  Fehlers  dar.  o
gibt   die  Nummer  der  BDOS-Funktion an  und  aaaa  stellt  die
hexadezimale  Adresse  dar,  bei  der  der   Fehler auftrat.  Die
Statusnummer   ss  gibt den  Rückkehrcode  des  Diskettentreibers
wieder. Diese Angaben haben folgende Bedeutungen:

          53        Schreibsperre

          52        Laufwerk nicht bereit

          43        CRC - Fehler

          56        ID - Feld - Fehler

          49        INDEX - Fehler

Mit t und s werden die Spur und der Sektor angegeben, auf die der
Zugriff  erfolgte.  Je nach der Art des Kommandos  können  einige
Bestandteile  der Fehlermeldung entfallen.  Einige Fehler  können
vom Bediener auf die Aufforderung

          ignorieren (J/N)?

hin  ignoriert werden,  indem mit <J> geantwortet wird.  Bei  der
Eingabe von <N> kehrt die Steuerung zum Betriebssystem zurück.

Im   Fall  von  Fehlern  bei  der  Dateiarbeit, werden   genauere
Fehlerursachen  angegeben.  Diese  Meldungen  sind  im  folgenden
aufgelistet.

          mehrdeutiger Name       - bei unerlaubter  Angabe einer
                                    mehrdeutigen Dateibezeichnung

          Datei  existiert        - bei  Generierung einer Datei,
                                    wenn  schon  eine  Datei  mit
                                    gleichem Namen vorhanden ist

          keine Datei             - beim  Zugriff  auf eine nicht
                                    vorhandene Datei

          Datei schreibgeschützt  - beim Versuch, eine schreibge-
                                    schützte  Datei   zu  löschen
                                    oder zu beschreiben

          Systemdatei             - beim  Versuch  eine   System-
                                    datei zu  löschen oder zu be-
                                    schreiben.

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