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3. Komponenten der CAOS-Betriebsart

Die Komponenten der CAOS-Betriebsart werden von den Programmen

          FLOAD  .KCC
          FSAVE  .KCC
          BASEX  .KCC
          SERVICE.KCC
          DEVEX  .KCC
          TEXOREX.KCC
          FORTHEX.KCC

realisiert,  die  beim Einrichten einer CAOS-Diskette automatisch
auf Diskette gespielt werden (siehe Abschnitt 1.1.3.). Sie werden
in diesem Kapitel beschrieben.

3.1. FLOAD

Das Menüwort FLOAD, um das das CAOS-Menü nach dem Start der CAOS-
Betriebsart erweitert ist,  dient zum Laden weiterer  Komponenten
der  CAOS-Betriebsart.   Außerdem  können  über  dieses  Kommando
Maschinencodeprogramme   und  Speicherabzüge  von  der   Diskette
geladen  werden.  Es  entspricht dem CAOS-Kommando LOAD  für  das
Laden von Magnetband, fordert aber nach Aufruf  zur Eingabe einer
Dateibezeichnung der Form

          NAME.TYP

auf.   Die   Dateibezeichnungen  der  Diskettendateien  sind   in
Abschnitt  2.3.  erläutert.  Der Dateityp  "KCC" kann  entfallen.
Beim Aufruf des Kommandos

          FLOAD (nnnn)

kann  wie  bei LOAD der Ladeoffset nnnn angegeben werden. Das von
Diskette  zu  ladende Maschinencodeprogramm wird  dabei  um  nnnn
gegenüber der ursprünglichen Anfangsadresse verschoben.  Die beim
Start  der CAOS-Betriebsart eingetragene Version von FLOAD belegt
den Speicherbereich von 0 bis 100H.

Die  CAOS-Diskette  enthält  in  den  Programmen  FLOAD.KCC   und
SERVICE.KCC   noch  zwei  weitere  Varianten  für  FLOAD.   Beide
Varianten realisieren das gleiche.

Das  Programm  FLOAD.KCC muß mit Ladeoffset  geladen  werden,  da
dessen  Ladeadresse  0  sich ohne  Offset  mit  der  Startversion
überdeckt.  Der Anwender kann so den Speicherbereich frei wählen,
in  dem das Programm zum Kommando FLOAD liegen soll.  Das ist für
solche Programme nützlich,  die den Speicherbereich ab Adresse  0
überschreiben.

Die  FLOAD-Variante  im Programm Service.KCC liegt im Speicherbe-
reich dieses Programmes (siehe Abschnitt 3.4.), im Bildwiederhol-
speicher. Sie kann nicht verschoben werden.

Sollen  vom BASIC aus Maschinencodeprogramme geladen  werden,  so
kann  die  FLOAD-Variante verwendet werden,  die beim  Start  der
CAOS-Betriebsart  eingetragen wird.  Die Dateibezeichnung des von
der  Diskette zu ladenden Maschinenprogrammes wird ab  Adresse  0
"gepoket". Das Laden wird dann mit CALL * 12 aufgerufen.

3.2. FSAVE

Das    CAOS-Kommando    FSAVE   dient   dem    Abspeichern    von
Maschinencodeprogrammen   auf   Diskette.   Es  wird  durch   das
Diskettenprogramm  FSAVE.KCC  realisiert,  das  auch  mit  Offset
geladen  werden  muß.   FSAVE  ist  so  im  Arbeitsspeicher   des
Grundgerätes beliebig verschiebbar.  Von der Diskette wird es mit
der Anfangsadresse 0 geladen.

Auf diese Weise ist der Offset gleich der neuen Anfangsadresse.

Der Aufruf des Kommandos erfolgt analog zu SAVE mit

          FSAVE  aaaa eeee (ssss)

Es sind   aaaa      die Anfangsadresse
          eeee      die Endadresse und
          ssss      die  Startadresse für  Selbststart  nach  dem
                    Laden.

Alle  Parameter sind hexadezimal anzugeben.  Nach  Kommandoaufruf
wird zur Eingabe der Dateibezeichnung

          NAME.TYP

aufgefordert,  mit  der das Maschinencodeprogramm bzw.  der Spei-
cherabzug auf Diskette abgelegt werden soll. Die Dateibezeichnun-
gen für Diskettendateien sind im Abschnitt  2.3.  erläutert.  Der
Dateityp  "KCC"  kann  entfallen.  Die Typangabe COM wird in  KCC
umgewandelt.

Die  CAOS-Diskette  enthält  in dem Programm  SERVICE  noch  eine
weitere  Variante  für  FSAVE.   Diese  Variante  realisiert  das
gleiche, liegt aber im Speicherbereich des Programmes SERVICE, im
Bildwiederholspeicher  (siehe  Abschnitt 3.4.).  Sie  kann  nicht
verschoben werden.

Wird  beim Kommando FSAVE eine  Dateibezeichnung  angegeben,  die
bereits auf der Diskette existiert, wird die alte Version auf der
Diskette überschrieben.

3.3. BASEX

Das  Programm  BASEX.KCC realisiert für die Arbeit in  BASIC  den
wahlweisen  Zugriff  auf Diskette oder  Magnetbnd.  Das  Programm
lenkt die Datenströme aller BASIC-Anweisungen mit  Namensübergabe
für  die  Magnetbandarbeit   entweder auf die  Diskette  um  oder
wieder   auf  das  Magnetband  zurück.   Dadurch  kann  mit   den
Anweisungen

          CLOAD"NAME"         CSAVE"NAME"
          CLOAD*"NAME";FELD   CSAVE*"NAME";FELD
          LOAD#1"NAME"        LIST#1"NAME"

          INPUT#1             PRINT#1
          nach                nach
          OPENI#1"NAME"       OPENO#1"NAME"

wahlweise von Diskette oder Magnetband geladen bzw.  auf Diskette
oder Magnetband gerettet werden.

Das  Programm BASEX.KCC wird vom CAOS-Menü aus mit  dem  Kommando
FLOAD  von der CAOS-Diskette in den Arbeits-RAM des  Grundgerätes
geladen. Es belegt die Speicherbereiche

          150H      bis  160H      und
          200H      bis  2FFH.

Das  Programm erweitert das CAOS-Menü nicht.  Nach dem Laden  des
Programmes ist BASIC zu starten. Durch das Laden wird automatisch
die  Diskette  als  Quelle  bzw.  Ziel  obiger  BASIC-Anweisungen
eingestellt. Mit

          CALL*150

erfolgt ein Umschalten auf Magnetbandarbeit.  Ein erneuter Aufruf
CALL*150 schaltet wieder auf Diskettenzugriff um.

Mit der Anweisung

          PRINT DEEK (513)    >0 = Magnetbandzugriff
          PRINT DEEK (513)    <0 = Diskettenzugriff

kann   jederzeit   abgefragt  werden,   welcher  Zustand   gerade
eingestellt ist.

BASIC-Programme können selbststartend auf Diskette  abgespeichert
werden. Dazu ist vor dem Retten die Anweisung

          POKE 512,1     (Selbststart  beim Laden von Diskette)

auszuführen.  Wird  das danach gerettete Programm wieder geladen,
startet es selbst. Selbststartende BASIC-Programme sollen mit der
Anweisung

          CLOSE I#1

beginnen. Es wird empfohlen, diese BASIC-Anweisung seperat in die
erste  Zeile  des Programmes zu schreiben,  denn diese Zeile  muß
beim  Programmstart  mittels  RUN vom  Kommandomodus  des  BASIC-
Interpreters aus übersprungen werden.  Dies geschieht mit RUN  n,
wobei  n die Zeilennummer der zweiten Zeile des  BASIC-Programmes
ist.

Soll  mit  den Anweisungen LIST#1 und LOAD#1  gearbeitet  werden,
darf die Zeilenlänge einer BASIC-Programm-Zeile 70 Zeichen  nicht
überschreiten.

Maschinencodeprogramme können in BASIC von der Diskette nicht mit
der  für  das  Magnetband  vorhandenen  Anweisung  BLOAD  geladen
werden, weil in dieser Anweisung keine Dateibezeichnung angegeben
werden  kann.  Maschinencodeprogramme  können  in BASIC  von  der
Diskette mit der FLOAD-Version geladen werden, die nach dem Start
der  CAOS-Betriebsart  vorhanden ist.  Die  Dateibezeichnung  des
Maschinencodeprogrammes  wird ab Adresse 0 "gepoket".  Dann  kann
das "BLOAD von Diskette" mit

          CALL 12      (BLOAD von Diskette, Dateibezeichnung ab
                       Adresse 0)

aufgerufen werden.

Werden Diskettendateien mit List # 1 bzw.  PRINT # 1 erzeugt,  so
ist vorher die Anweisung

          NULL 0

auszuführen.  Damit  werden  die DUMMY-Zeichen,  die  der  BASIC-
Interpreter  vor  jeder Zeile aussendet,  in  der  Diskettendatei
vermieden.  Auf  diese Weise erzeugte CAOS-Dateien können mit dem
Textverarbeitungssystem der PC-Betriebsart bearbeitet werden.

Die Dateitypen,  die die einzelnen BASIC-Anweisungen beim  Retten
auf der Diskette erzeugen, sind in Anlage 6  angegeben.

3.4. SERVICE

Das  Programm SERVICE.KCC dient der Erweiterung des CAOS-Menüs um
Kommandos zur Bedienung des Diskettensystems.  Es wird mit  FLOAD
von der Diskette geladen und belegt den Speicherbereich

          BEOOH     bis       BFFFH.

Es beinhaltet folgende Menükommandos

          FLOAD
          FSAVE
          DIR
          STAT
          REN
          ERA
          SETRO
          SETWR

Die  Kommandos FLOAD und FSAVE sind in den Abschnitten  3.1.  und
3.2. beschrieben.

3.4.1. DIR
----------

Das  Kommando  DIR gibt die Bezeichnungen aller Dateien  auf  dem
Bildschirm aus (Directory), die sich auf der CAOS-Diskette befin-
den.  Es  ist  ebenfalls  im EDAS-Menüverfügbar.  Von  einer  neu
eingerichteten  CAOS-Diskette  erscheint z.  B.  folgendes  Ver-
zeichnis:

DEP     COM   FSAVE   KCC    FLOAD   KCC
SERVICE KCC   BASEX   KCC    DEVEX   KCC
TEXOREX KCC   FORTHEX KCC    INITIAL SUB

3.4.2. STAT
-----------

Das  Kommando  STAT  ermittelt den freien Speicherplatz  auf  der
CAOS-Diskette und gibt ihn auf dem Bildschirm aus.

3.4.3. SETRO
------------

Das  Kommando  SETRO setzt das Dateiattribut RO (read  only)  für
eine Diskettendatei.  Nach dem Aufruf fordert es zur Eingabe  der
Dateibezeichnung  auf.   Ist    die  Datei  mit  der  angegebenen
Bezeichnung  nicht  auf der Diskette  enthalten,  erscheint  eine
Fehlermeldung (siehe Kapitel 4). Der Dateityp KCC  ist anzugeben.

Eine  Datei  mit dem Attribut RO kann nur  gelesen,  nicht  über-
schrieben und nicht gelöscht werden.  Das Attribut RO ist aus dem
Inhaltsverzeichnis  der  Diskette (siehe auch  Abschnitt  3.4.1.)
nicht ersichtlich.

3.4.4. SETWR
------------

Das  Kommando  SETWR setzt das Dateiattribut WR (write read)  für
eine  Diskettendatei. Nach dem Aufruf fordert es zur Eingabe  der
Dateibezeichnung   auf.   Ist  die  Datei  mit  der   angegebenen
Bezeichnung  nicht  auf der Diskette  enthalten,  erscheint  eine
Fehlermeldung (siehe Kapitel 4). Der Dateityp KCC ist anzugeben.

3.4.5. REN
----------

Das   Kommando   REN   (rename)  dient   zum   Umbenennen   einer
Diskettendatei.  Nach  dem Aufruf fordert es zunächst zur Eingabe
der   alten   Dateibezeichnung  auf.   Danach   kann   die   neue
Dateibezeichnung  eingegeben  werden.  Bei  der  Wahl  der  neuen
Dateibezeichnung sind die Regeln in Abschnitt 2.3. zu beachten.
Der Dateityp KCC ist bei beiden Eingaben anzugeben.

3.4.6. ERA
----------

Das  Kommando ERA (erase) dient zum Löschen einer Diskettendatei.
Nach dem Aufruf fordert es zur Eingabe der Dateibezeichnung  auf.
Ist  die  Datei  mit der angegebenen Bezeichnung  nicht  auf  der
Diskette  enthalten,  erscheint eine Fehlermeldung (siehe Kapitel
4).

Bei  der  Eingabe der Dateibezeichnung ist es möglich, nicht  nur
eine  Datei sondern   eine  Gruppe  von  Dateien  mit  Hilfe  des
Dateigruppenzeichens  "?"  zu  löschen.   Dieses  Zeichen   steht
stellvertretend   für  ein  beliebieges  Zeichen,   das  in   der
Dateibezeichnung  erlaubt ist.  Er bezieht sich somit nur auf ein
Zeichen    an   einer   ganz   bestimmten   Position    in    der
Dateibezeichnung.  Das Dateigruppenzeichen darf mehrfach in einer
Dateigruppenbezeichnung vorkommen.

Der Dateityp KCC ist anzugeben.

Wird  die  Dateibezeichnung beim Kommando ERA mit "?"  mehrdeutig
gewählt,  so  werden folglich alle Dateien gelöscht,  die in  den
Positionen  dieses  Dateigruppenzeichens ein  beliebiges  Zeichen
haben.

????.SSS       Löscht  alle BASIC-Programme,  die  einen  maximal
               vierstelligen Dateinamen besitzen.

TEST?.???      Löscht  alle  CAOS-Dateien  beliebigen  Dateityps,
               deren  Dateiname mit TEST beginnt in  der  fünften
               Zeichenposition   ein  beliebiges   hat,   z.   B.
               TEST5.ASM, TEST3.KCC, TESTX.SSS.

Achtung!

????????.???   Löscht alle Dateien der CAOS-Diskette, einschließ-
               lich  DEP.COM, und  der für  die  CAOS-Betriebsart
               erforderlichen Routinen.

Eine mehrdeutige Dateibezeichnung ist in der CAOS-Betriebsart nur
für das Kommando ERA zulässig.

3.5. DEVEX

Das  Programm  DEVEX.KCC  realisiert  für  die  Arbeit  mit   dem
Softwaremodul   M027  DEVELOPMENT  den  wahlweisen  Zugriff   auf
Diskette oder Magnetband. Das Programm erweitert das CAOS-Menü um
die beiden Kommandoworte

          DISK     und
          TAPE.

Das Kommando DISK lenkt die Datenströme der

          EDAS-Funktion       LOAD
          EDAS-Funktion       SAVE

sowie der

          Assembleroption     "S"

und der

          Disassemblerfunktion     CDISASS

auf Diskette um (Dateitypen siehe Anlage 11).

Das  Kommando  TAPE  schaltet wieder zurück auf  den  Magnetband-
zugriff.

Das  Programm DEVEX.KCC wird vom CAOS-Menü aus mit  dem  Kommando
FLOAD  von der CAOS-Diskette in den Arbeits-RAM des  Grundgerätes
geladen. Es belegt den Speicherbereich

          BC00H     bis       BDFFH.

Beim  Laden wird das FLOAD-Programm ab Adresse 0 gelöscht,  da es
vom  EDAS  teilweise überschrieben würde.  Wird  weiterhin  FLOAD
benötigt,  so  müssen  vor dem Laden von DEVEX.KCC  das  Programm
FLOAD.KCC oder das Programm SERVICE.KCC geladen werden.

Die  Menüworte  TAPE und DISK haben keinen Einfluß auf die  CAOS-
Kommandos LOAD und SAVE.

Ein  direkter  Austausch  zwischen Dateien,  die über  DEVEX  auf
Diskette geschrieben wurden,  und Dateien der PC-Betriebsart  für
das Textverarbeitungssystem TPKC ist nicht möglich.

Es  ist  zu  beachten,  daß  RENAME  nicht  für  Assemblerquellen
verwendet wird,  da sonst die Quelle  nicht wieder einlesbar ist.
Muß die Dateibezeichnung (Name und Typ) umbenannt werden, ist die
Datei  mit  EDAS einzulesen und unter  einem  anderen  Dateinamen
abzuspeichern.

3.6. TEXOREX

Das   Programm  TEXOREX.KCC  erweitert  das  CAOS-Menü   um   die
Kommandoworte

          LADEN
          ANFUEGEN
          RETTEN          ,

über  die der Diskettenzugriff für die Textverarbeitung  mit  dem
Softwaremodul M012 TEXOR möglich ist. Das Programm wird vom CAOS-
Menü  aus  mit  dem Kommando FLOAD von der CAOS-Diskette  in  den
Arbeits-RAM des Grundgerätes geladen.  Es belegt den  Speicherbe-
reich

          BCOOH     bis       BDFFH.

Der Diskettenzugriff ist hier nur vom CAOS-Menü aus möglich.  Die
Handhabung  der  Kommandoworte  entspricht  den  Bedienweisen der
gleichnamigen Anweisungen im FILEX-Menü des TEXOR-Moduls.

Ein direkter Austausch zwischen TEXOR-Dateien und Dateien der PC-
Betriebsart   für  das  Textverarbeitungssystem  TPKC  ist  nicht
möglich.

Zur  Unterscheidung  von  Befehlsdateien  wird  die  Eingabe  des
Dateitypes KCT empfohlen.

3.7. FORTHEX

Das  Programm  FORTHEX  realisiert den Diskettenzugriff  für  die
Arbeit mit dem Softwaremodul M026 FORTH.  Es erweitert das FORTH-
Vokabular um die Worte

DLOAD name
DSAVE name
REN   namealt nameneu
ERA   name
SETWR name
SETRO name
STAT
DIR

sowie um weitere Wörter, die zur Definition der Disketten-Steuer-
worte eingeführt wurden.

3.7.1. Erläuterung der FORTH-Worte
----------------------------------

Im folgenden werden die Erweiterungen des  FORTH-Vokabulars,  die
nach dem Laden von FORTHEX verfügbar sind, erläutert.

DLOAD name               (n1 n2 -> )
Laden der Datei "name" in die Screens n1 bis maximal n2. Der Name
kann  maximal acht Zeichen lang sein.  Als Dateikennzeichen  wird
(F) angehangen. Ist die Datei kürzer als die angegebenen Screens,
wird folgende die Fehlermeldung ausgegeben:

81  name? MSG #12

Die Systemvariable OFFSET enthält die Anzahl der Screens, die vom
Dateianfang an ignoriert werden sollen.

Das Wort DLOAD arbeitet wie das Wort CLOAD des Moduls M026 (siehe
Abschnitt 4.3. des FORTH-Handbuches).

DSAVE name               (n1 n2 -> )
Schreiben einer kompletten Datei auf Diskette.  Die Datei enthält
die  Screens  n1 bis einschließlich n2 und wird unter  dem  Namen
"name" gespeichert. Der Name kann maximal acht Zeichen lang sein.
Als Dateikennzeichen wird (F) angehangen.

Das Wort DSAVE arbeitet wie das Wort CSAVE des Moduls M026 (siehe
Abschnitt 4.3. des FORTH-Handbuches).

REN   namealt nameneu    ( -> )
Die  Datei  mit dem Namen "namealt" wird in die  Datei  "nameneu"
umbenannt.  Die Namen  dürfen maximal acht Zeichen lang sein. Der
Dateityp ist, durch Punkt getrennt, mit anzugeben, und er besteht
aus drei Zeichen (siehe Anlage 6).

Beispiel:
REN MESSAGES.(F) MITTEIL.(F)

ERA   name               ( -> )
Löschen der Datei "name". Der Name darf maximal acht Zeichen lang
sein.  Der Dateityp ist, durch Punkt getrennt, mit anzugeben, und
er besteht aus drei Zeichen (siehe Anlage 6).

Beispiel:
ERA MITTEIL.(F)

SETWR name               ( -> )
Setzen  des Dateiattributes WR (write read) für die  Diskettenda-
tei  "name".  Der Name darf maximal acht Zeichen lang  sein.  Der
Dateityp ist, durch Punkt getrennt, mit anzugeben, und er besteht
aus drei Zeichen (siehe Anlage 6).

Beispiel:
SETWR MESSAGES.(F)

SETRO name               ( -> )
Setzen  des Dateiattributes RO (read only) für die Diskettendatei
"name".  Der  Name  darf  maximal acht  Zeichen  lang  sein.  Der
Dateityp ist, durch Punkt getrennt, mit anzugeben, und er besteht
aus drei Zeichen (siehe Anlage 6).

Beispiel:
SETRO MESSAGES.(F)

STAT                     ( -> )
Der frei Speicherbereich auf der Diskette wird auf dem Bildschirm
ausgegeben.

DIR                      ( -> )
Der Inhalt der Diskette wird auf dem Bildschirm angezeigt.


Folgende Hilfsworte sind ebenfalls im Vokabular enthalten:

busIN                    (adr -> b )
Einleseoperation  vom 16 Bit E/A-Port adr,  übergibt die Daten  b
(siehe BUSIN in FORTH).

busOUT                   (b adr -> )
Ausgabeoperation  des  Bytes b an den 16 Bit E/A-Port adr  (siehe
BUSOUT).

drw                      (b1 -> b2 )
Übergabe  des Steuerbytes b1 an das Diskettenerweiterungsprogramm
(DEP).  Nach  Ausführen  der Operation wird  das  Antwortbyte  b2
übergeben.

ioa                      (b -> adr )
Berechnung  der  I/O-Adresse des Übergabepuffers zum DEP aus  der
Position b.

m>b                      (adr1 -> adr2 )
Transport von 128 Bytes aus dem Speicher, ab Adresse adr1, in den
I/O-Puffer B von DEP (Datenpuffer) (adr2 = adr1 + 128).

b>m                      (adr1 -> adr2 )
Transport des Inhaltes vom I/O-Puffer B von DEP (Datenpuffer)  in
den Speicher, ab Adresse adr1 (adr2 = adr1 + 128).

n>a                      (adr n -> )
Transport von n Bytes, ab Adresse adr in den I/O-Puffer A von DEP
(Namens- und Mitteilungspuffer).

w>a                      ( -> )
12  Zeichen  des nach w>a im  aktuellen  Eingabepuffer  folgenden
Worts  werden  in den I/O-Puffer A von DEP  (Namens- und  Mittei-
lungspuffer) transportiert.

f>a                      ( -> )
Acht Zeichen des nach f>a im  aktuellen  Eingabepuffer  folgenden
Wortes, an die die Zeichenkette ".(F)" angehangen wird, werden in
den  I/O-Puffer A von DEP (Namens- und Mitteilungspuffer)  trans-
portiert.

a>d                      (b -> )
b  Zeichen  des I/O-Puffers A von DEP werden auf  dem  Bildschirm
dargestellt.

swr                      (b1 b2 b3 b4 n -> )
Der Screen n wird auf Diskette geschrieben (b1 ...  b4 sind Steu-
erbytes für DEP).

srd                      (b1 ... bz n z -> )
z  Blöcke  des  Screens  n werden  von   der   Diskette   gelesen
(z= 1,...4, bi sind die erforderlichen Steuerzeichen von  DEP für
jeden Block).

fscrwr                   (n -> )
Schreiben des Screens n als ersten Screen einer Datei auf Disket-
te.

scrwr                    (n -> )
Schreiben des Screens n einer Datei auf Diskette.

lscrwr                   ( n-> )
Schreiben  des Screens n als letzten Screen einer Datei auf  Dis-
kette.

fscrrd                   (n -> )
Lesen des Screens n als ersten Screen einer Datei von Diskette.

scrrd                    (n -> )
Lesen des Screens n einer Datei von Diskette.

lscrwr                   ( n-> )
Lesen des Screens n als letzten Screen einer Datei von Diskette.

3.7.2. Laden und Starten von FORTHEX
------------------------------------

Das  Programm  FORTHEX.KCC  wird vom CAOS-Menü mit  dem  Menüwort
FLOAD von der CAOS-Diskette geladen. Es belegt  den Speicherplatz

          200H   bis   6F0H.

Beim Laden wird das Programm FLOAD ab Adresse 0 gelöscht,  da  es
von FORTH überschrieben wird.  Wird weiterhin FLOAD benötigt,  so
muß  vor  dem  Laden von FORTHEX die  Datei  SERVICE.KCC  geladen
werden.

Mit dem Programm FSAVE,  das in SERVICE.KCC enthalten ist, können
dann  auch  übersetzte  FORTH-Programme  (Programme  im  internen
FORTH-Code) auf Diskette gespeichert werden.  Dazu ist es  erfor-
derlich, das gesamte im RAM stehende FORTH-Vokabular, einschließ-
lich  der  FORTH-Arbeitszellen (USER-Variable usw.),  ab  Adresse
200H bis HERE+1 auf Diskette zu übertragen.

Ist  beim Laden von FORTHEX kein Modul M026 im System  enthalten,
wird der Ladevorgang mit einer ERROR-Meldung abgebrochen.

>>>